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Sturm über Österreich – Enormer Sachschaden

Österreich: Nach der großen Hitze haben schwere Unwetter in weiten Teilen Österreichs am Donnerstagabend eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Heftige Windböen, Starkregen und Hagelschlag zogen von Salzburg über Oberösterreich bis nach Niederösterreich und Wien und richteten schwere Schäden an.

Tausende Feuerwehrleute mussten Straßen frei räumen, Keller leer pumpen und Häuser provisorisch abdecken. Hagelkörner durchlöcherten Hausdächer, Äste wurden abgerissen, Bäume entwurzelt und Keller überflutet. Es kam zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen.

Fünf Verletzte wurden vom Roten Kreuz in das Salzburger Krankenhaus Oberndorf gebracht, eine unbestimmte Anzahl weiterer verletzter Patienten kam eigenständig ins Spital. In Oberösterreich verletzte sich ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz.

Ausgangspunkt in Salzburg
Das Zentrum der Unwetter war in Salzburg nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos der nördliche Flachgau, auch im Pongau und im Pinzgau gab es zahlreiche Sachbeschädigungen, teilweise wurden sogar Häuser abgedeckt – mehr dazu in salzburg.ORF.at.

Bisher mussten 1.200 Feuerwehrleute zu 365 Einsätze ausrücken. Im Pinzgau entstand bei Dienten am Hochkönig durch Blitzschlag ein Waldbrand, der nach vier Stunden von den vier ausgerückten Feuerwehren gelöscht werden konnte.

Oberösterreich am stärksten betroffen
Schlimmer noch erwischte es das Bundesland Oberösterreich. Wie Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Wolfgang Kronsteiner erläuterte, wurde hier vor allem der Bezirk Braunau von schwerem Hagelschlag heimgesucht.

Auf einer Fläche von 70 Quadratkilometern wurden Dächer beschädigt und oft auch durchlöchert, zahlreiche Fenster zerbrachen. Ähnliches, wenn auch in geringerem Ausmaß, wurde auch aus den Bezirken Wels/Land, Linz/Land, Perg und Vöcklabruck gemeldet. Zahlreiche Unterführungen waren infolge Überflutung unpassierbar, auch zahlreiche umgestürzte Bäume versperrten die Straßen.

Westautobahn zeitweise gesperrt
Die Westautobahn A1 war im Bezirk Wels/Land sogar zeitweise gesperrt. Insgesamt waren in Oberösterreich 4.000 Feuerwehrleute von 250 Feuerwehren bei 800 Einsätzen gefordert.

Ein 51-jähriger oberösterreichischer Feuerwehrmann war gerade mit Abdeckungsarbeiten auf einem beschädigten Dach eines Gasthauses in Feldkirchen bei Mattighofen (Bezirk Braunau) beschäftigt, als er gegen 1.30 Uhr einbrach.

Er stürzte nach Angaben der OÖ-Sicherheitsdirektion vier bis fünf Meter nach unten auf einen Betonboden. Der Mann wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus gebracht.

750 Einsätze in Wien
Auch in Niederösterreich und Wien hatten die Feuerwehrleute eine schlaflose Nacht. Die Wiener Feuerwehr zählte 450 Einsätze, bei der Polizei wurden mehr als 300 sturmbedingte Einsätze registriert. Verletzt wurde in Wien laut Feuerwehr niemand – mehr dazu in wien.ORF.at.

Die meisten Einsätze waren in Wien-Döbling wegen der umgestürzten Bäume notwendig. Teilweise wurden hier Straßenbahn-Oberleitungen und andere oberirdische Stromleitungen beschädigt. Infolge des Unwetters wurde in Wien das Ausflugsschiff MS Admiral Tegethoff an das Ufer getrieben und lief auf Grund. Das Schiff schlug laut Polizei Wien leck, die 250 Passagiere konnten unverletzt an Land gebracht werden.

In Niederösterreich waren ab 18.00 Uhr insgesamt 300 Feuerwehren im Einsatz. Bäume waren auf Straßen und teilweise auch auf Häuser gekippt. Im Bezirk Tulln knickte ein Hochspannungsmast um. Zu Stromausfällen kam es aber nur kurzfristig. Im Bezirk Horn versetzte ein Blitz eine Scheune in Brand.

Mehrere Tote in Tschechien und Polen
Eine Schneise der Verwüstung zogen schwere Unwetter auch durch Teile Mitteleuropas und töteten dabei mindestens acht Menschen.

Die meisten Toten waren in Polen zu beklagen – dort wurden Freitagfrüh sieben Opfer gemeldet. In Tschechien wurde eine Frau von einem abgerissenen Ast erschlagen.

Viele Menschen wurden verletzt. In weiten Teilen Deutschlands richteten die Gewitter und Sturmböen hohen Sachschaden an, in Bayern wurden zwei Menschen leicht verletzt.

ORF.at

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