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Stmk: Samstag-Hochwasser-Bilanz-Schlussbericht – Graz-Umgebung

Graz-Umgebung (Stmk): Am Sonntag, dem 19. Juli, Montag, dem 20.07., und Dienstag, dem 21.07.2009, mussten noch zahlreiche Einsätze betreffend des Hochwassers vom Vortag aufgearbeitet werden. Eine Bilanz des so genannten „Samstag-Hochwassers“.

Bis jetzt haben 49 Feuerwehren des Bezirkes Graz-Umgebung ihre Tätigkeiten, welche sie nach dem „Samstag-Hochwasser“ geleistet haben, gemeldet. Insgesamt waren 755 Alarmadressen von diesen Feuerwehren abzuarbeiten. Die Tätigkeiten umfassten neben den Auspumparbeiten auch div. Sicherungsarbeiten wie Straßensperren zu errichten, Rutschungen zu stoppen und gehobene Kanaldeckeln zu befestigen. Größte Sorge und Anstrengung bereiteten die vielen aufgeschwemmten Heizöltanks, die einerseits vor einer Schräglage gestützt und andererseits vor einem Leitungsbruch geschützt werden mussten. Bei einigen Tanks kam es jedoch zum Austritt von Heizöl, wo Anfangs die zuständige Feuerwehr die dementsprechenden Sofortmaßnahmen (Bindemittel aufbringen, Auspumparbeiten) und anschließend die Ölstützpunkt-Feuerwehren Werndorf und Frohnleiten mit ihren Spezialgeräten Abwehrmaßnahmen durchführten. Die fachgerechte Entsorgung des verunreinigten Wassers führte ein Entsorgungsunternehmen durch.

Aber auch auf den überfluteten Straßen und Wegen kam es zu kuriosen Zwischenfällen. So ignorierten einige KraftfahrerInnen die Absperrmaßnahmen der Feuerwehr und blieben anschließend in den hochwasserführenden Fluten stehen, wo in Grambach diesbezüglich ein Fahrzeug von den Fluten mitgerissen wurde. Ein anderes Fahrzeug in Dörfla blieb mitten auf der Kreuzung im Wasser stehen und der Besitzer kletterte vor lauter Angst auf das Autodach und schrie um Hilfe. Ein anderer wieder, glaubte er muss mit voller Geschwindigkeit durchs Hochwasser fahren, dass Ergebnis ein Motorschaden in Form eines Haarrisses am Motorblock, die Folge einen Ölalarm für die Feuerwehr. Alles im allem ein sehr aufwendiges Einsatzwochenende für die 1.332 Feuerwehrkräfte, welche fasst rund um die Uhr im Einsatz standen.

Das Bezirksfeuerwehrkommando von Graz-Umgebung mit Kommandant OBR Alois Rieger und seinem Stellvertreter BR Gerhard Sampt war pausenlos bei den Schwerpunktgebieten vor Ort. Die zuständigen Abschnittskommandanten ABI Willibald Wurzinger A1, ABI Josef Harb A2, ABI Franz Schadler A3, BR d.F. Josef Hager A4, ABI Günter Dworschak A5, BR Gerhard Sampt A6 und ABI Johann Bernhardt A7 hatten die Koordination der Einsätze in ihrer Abschnitten bzw. vor Ort in den Einsatzgebieten übernommen und waren dadurch eine sehr Stütze zur behördlichen und operativen Einsatzleitung.

So standen gleichzeitig in den Katastrophengebieten Gössendorf 155, in Vasoldsberg 148, in Fernitz 133, in Hausmannstätten 78, in Grambach 68, in Hitzendorf 56, in Raaba 50 und in Hart bei Graz 43 Einsatzkräfte im Dauereinsatz. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Alois Rieger dazu: „So einen personal- und geräteaufwanderforderlichen Katastropheneinsatz hat es im Bezirk Graz-Umgebung noch nie gegeben. Wobei ich überzeugt bin, dass sehr viele kleinere Tätigkeiten von den Feuerwehrmitgliedern noch nebenbei geleistet wurden, die hier nicht aufgelistet sind!“

Ebenfalls im Bezirksführungsstab, sämtliche Behördenvertreter um rasche die erforderlichen Entscheidungen zu treffen. Um die enormen Wassermassen vereinzelt von gefährdeten Objekten fernzuhalten, wurden über 5.000 Stk. Sandsäcke verlegt. Um die vielen Notrufe, welche über die Notrufnummer 122, aber auch über die Amtsleitung bei der Bezirksalarmzentrale „Florian Graz-Umgebung“ einlangten, abzuarbeiten, mussten insgesamt 15 Disponenten (freiwillige Mitarbeiter und Zivildiener) die Zentrale besetzen.

Bezirks-Feuerwehrverband Graz-Umgebung

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