Bayern: Dramatische Rettung in letzter Sekunde auf der Isar in München

München (Bayern): Zu einer dramatischen Rettungsaktion kam es am Nachmittag des 18. Juli 2009 an der Isar. Italienische Touristen waren mit ihrem Schlauchboot versehentlich durch ein Wehrtor eines Kraftwerkes auf Höhe der Großhesseloher Brücke gefahren.
Das kleine Boot blieb in einer Wasserwalze hängen und drohte zu kentern. Die beiden Insassen, eine 21-jährige Frau und ein 24-jähriger Mann, riefen in Todesangst um Hilfe. Passanten reagierten schnell und warfen den Havaristen von der Wehranlage ein Seil und einen Rettungsring zu und sicherten sie.

Ein Taucher der Feuerwehr seilte sich vom Hubschrauber „Edelweiß“ ab, konnte die Frau packen und flog sie in Sicherheit. Da das Boot nun leichter war, spitzte sich die Situation für den Mann dramatisch zu. Eine schnelle Rettung musste geschehen. Feuerwehrmänner auf dem Wehr reichten ihm eine Rettungsstange und zogen ihn frei hängend auf die circa fünf Meter höher gelegene Mauer. Völlig entkräftet und unterkühlt wurden die beiden Schiffbrüchigen nach einer Untersuchung durch den Feuerwehr-Notarzt in eine Münchner Klinik gebracht.
Freunde des Paares, die mit einem weiteren Boot auf einer Sandbank ganz in der Nähe gestrandet waren, mussten die Dramatik miterleben. Sie gelangten unversehrt ans rettende Ufer.
