Technisch

Nö: Starkregen sorgt für Überflutungen im Stadtgebiet und Bez. St. Pölten

St. Pölten (Nö): 1022 Feuerwehrmitglieder von 85 Feuerwehren kämp(t)en gegen die Fluten im Feuerwehrbezirk St. Pölten. Neben den 1022 Feuerwehrmitgliedern aus 85 Feuerwehren mit 128 Fahrzeugen standen auch 2 KHD Einheiten aus den Bezirken Amstetten und Zwettl mit 108 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz.

Ebenso alarmiert sind 20 Feuerwehren aus dem Bezirk Melk als Unterstützung für die Nachtstunden. Ein Starkregen am Nachmittag des 6. Juli 2009 lies Bäche anschwellen und über die Ufer treten, binnen weniger Minuten gingen mehr als 50 Notrufe in der Bereichsalarmzentrale St. Pölten ein. Umgehend wurden daraufhin starke Feuerwehrkräfte aus der Landeshauptstadt und den umliegenden Gemeinden alarmiert. Einsatzschwerpunkte am Anfang waren wiederum die Katastralgemeinden Hafing und Pummersdorf sowie Ochsenburg in der Landeshauptstadt, im Bezirk St.Pölten war der Einsatzschwerpunkt gegen 15:00 Uhr im Bereich Michelbach. Mehrere Personen gerieten, teilweise durch das Hochwasser bedingt, in Notlage, alle konnten von der Feuerwehr aus befreit werden.

Einsatzschwerpunkte um 18:25 Uhr waren das Laaben-Tal, Maria Anzbach, Pyhra-Perersdorf, Stössing, Wald und Neulengbach hier wurden auch die beiden KHD Züge eingesetzt. In der Landeshauptstadt St.Pölten wurde der Bereich des Alpenbahnhofes wiederum 2m hoch überflutet, eine bereits zweimal betroffene Holzfirma wurde wiederum vom Wasser getroffen, ebenfalls ein großer St. Pöltner Industriebetrieb, hier sicherten mehrere Feuerwehren den Lagerbereich und pumpten Wasser ab. In unzähligen Siedlungen zogen Schlammbäche eine Spur der Verwüstung nach sich, durch die Feuerwehren wurden Sicherungsmaßnahmen und Auspumparbeiten durchgeführt.

Ebenfalls schwer betroffen war die Gegend um Stössing, hier wurde unter anderem eine Brücke weggerissen, in Neulengbach stand eine Vielzahl an Kellern unter Wasser. Über 30.000 Sandsäcke wurden von den Feuerwehren verarbeiteten, Hunderte Pumpen und Stromerzeuger wurden als Einsatzgerät eingesetzt, mit mehreren Kilometern Schlauchmaterial wurde das Wasser abgeführt. Zur Zeit(23:00 Uhr) stehen 70 Feuerwehren mit 930 Mitgliedern sowie 4 KHD Züge im Einsatz.

BFKDO St. Pölten

Bericht ORF Niederösterreich

Lage in St. Pölten hat sich entspannt
Niederösterreich ist am Montag wieder von schweren Unwettern heimgesucht worden. In St. Pölten wurde zum dritten Mal binnen weniger Tage Katastrophen-Alarm ausgerufen. Die Situation hat sich bis Dienstagfrüh entspannt.

Innenstadt war überflutet
Sintflutartige Regenfälle legten am Montag den Verkehr in der Landeshauptstadt lahm, praktisch die gesamte Innenstadt war überflutet. Das Wasser drang ins Rathaus, in Schulen und Geschäfte ein, auch in den Hof der Polizeidirektion.

Zu wenige Sandsäcke für Hochwasserschutz
Bahngeleise wurden unterspült, wichtige Straßen mussten gesperrt werden. Mehr als 500 Feuerwehrleute versuchten in der Landeshauptstadt, der Fluten Herr zu werden. Zwischendurch wurden sogar die Sandsäcke für den Hochwasserschutz zu wenig, sagte St. Pöltens Bürgermeister Mathias Stadler (SPÖ): „Bei dieser Masse an Wasser und Notwendigkeit an Sandsäcken haben wir da kurzfristig einen Engpass gehabt.“ 30.000 Sandsäcke wurden zum Schutz vor den Wassermassen verwendet.

Entspannung um Mitternacht
Erst gegen Mitternacht entspannte sich die Lage. Mehrere gesperrte Straßen konnten noch am späten Montagabend wieder freigegeben werden.

Auch Autobahnen waren überflutet
Auch in den Bezirken Krems und Baden sowie in der Wachau musste die Feuerwehr Montagnachmittag wieder Keller auspumpen. Sogar die Autobahnen waren überflutet, etwa die A21 bei Alland, die A1 bei Altlengbach und die A2 bei Kottingbrunn. Zehn Millionen Euro stellt das Land NÖ zur Verfügung.

Land NÖ erhöht Hochwasserhilfe
In der Sitzung der Niederösterreichischen Landesregierung am Dienstag wird die Hochwasserhilfe des Landes erhöht. Vergangene Woche wurde sie mit 2,5 Millionen Euro beschlossen, in der heutigen Regierungssitzung wird sie auf Initiative von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) auf zehn Millionen Euro angehoben.

ORF Niederösterreich

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