Brand

D: Photovoltaikanlage erschwert Löscharbeiten in gr. Landwirtschaftshalle

Hohenaspe (Deutschland): Um 03.48 Uhr des 30. Juni 2009 wurden die Freiwilligen Feuerwehren Hohenaspe und Lockstedter Lager zu einem „unklaren Feuerschein“, der durch einen Autofahrer gemeldet wurde, zwischen Hohenaspe und der B77 gerufen. Als die ersten Einsatzkräfte die Einsatzstelle erreichten, fanden sie vor Ort eine Lagerhalle für Stroh vor,…

… die bereits in voller Ausdehnung brannte. Als problematisch stellte sich heraus, dass auf dem Dach der Halle eine Photovoltaikanlage installiert war, die auch bei wenig Licht elektrische Spannung erzeugt. Daher beschränkten sich die Löscharbeiten zunächst auf den Schutz der direkt angrenzenden Bäume und des angrenzenden Waldstückes mittels des Tanklöschfahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr Lockstedter Lager.

Ein weiteres Problem stellte die Wasserversorgung dar. Die örtlichen Wasserreserven waren nicht ausreichend, daher wurden gegen 04.30 Uhr die Feuerwehren Hungriger Wolf-Bücken und Ottenbüttel zum Aufbau der Wasserversorgung aus dem Löschteich im Dorfinneren Hohenaspes nachalarmiert. Um die drei Kilometer Wegstrecke bis zur Einsatzstelle sicher mit Schlauchmaterial abdecken zu können, wurden ebenfalls noch die Wehren Ridders und Drage zur Einsatzstelle alarmiert.

Als klar war, dass sich auf dem Dach der Lagerhalle eine Photovoltaikanlage befindet, wurde der Löschzug-Gefahrgut mit dem Einsatzstichwort „Messen“ zur Einsatzstelle alarmiert. Die ABC-Erkundung und die Gefahrguteinsatzgruppe Schenefeld führten im Bereich der Einsatzstelle und im Ortsbereich Hohenaspe Brandgasmessungen durch, stellten jedoch keine erhöhte Belastung durch die giftigen Rauchgase fest. Im Laufe des Einsatzes wurde ebenfalls die telefonische Fachberatung von Martina Zils, die sich aufgrund ihrer Funktion als Kreissicherheitsbeauftragte des Kreisfeuerwehrverbandes mit dem Thema „Photovoltaikanlagen“ auskennt, eingeholt und daraufhin entschieden, die direkten Löscharbeiten aufgrund der Gefahr, die durch die Photovoltaikanlage ausgeht, bis zum Abriss des Gebäudes durch einen Bagger einzustellen.

Die Firma Eon war ebenfalls vor Ort vertreten. Um 05.35 Uhr wurde das Alarmstichwort von f2 (Feuer mittelgroß) auf f3 (Feuer groß) erhöht. Um 05.19 Uhr konnte der LZ-G aus dem Einsatz entlassen werden, gegen 05.30 Uhr konnte auch die Feuerwehr Drage aus dem Einsatz entlassen werden.

Kreisfeuerwehrverband Steinburg

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