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Tschechien: Mindestens sechs Tote durch Hochwasser

Tschechien: Bei den schweren Überschwemmungen im Osten Tschechiens sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden ertranken insgesamt vier Menschen in den Hochwasserfluten, zwei weitere Menschen seien nach Herzanfällen gestorben, weil sie nicht rechtzeitig medizinische Hilfe bekommen konnten.

In weiten Teilen Niederösterreichs erreichten die Hochwasserpegel den höchsten Stand seit Jahren. Nach den ausgiebigen Regenfällen der vergangenen Tage zeichnet sich in Bayern eine allmähliche Entspannung der Hochwasserlage ab.

Im tschechischen Jesenik-nad-Odru wurden laut Feuerwehr mehrere Häuser von den Fluten weggerissen. Aus einem Gebäude konnten rund 20 Menschen noch rechtzeitig gerettet werden. Mehrere Dörfer seien von der Außenwelt abgeschnitten, berichtete ein Feuerwehrsprecher, hunderte Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Nach dem Bruch einer Gasleitung in der Nähe eines Hochwasserflusses waren rund 2000 Menschen ohne Gasversorgung. In der Region wurde Alarmzustand ausgerufen. Laut dem tschechischen Wetterdienst werden die heftigen Regengüsse voraussichtlich in den nächsten Tagen andauern.

In den Hochwassergebieten in Österreich sind derzeit nach Angaben von Innenministerin Maria Fekter 3000 Polizisten und 10.000 Feuerwehrleute sowie knapp 1000 Soldaten im Einsatz. Die Wiener Albertina kündigte an, nach einem Wasserschaden im Hauptdepot alle 950.000 Kunstwerke ihrer Sammlung auszulagern.

Angesichts des nachlassenden Dauerregens in der Nacht gingen die Pegelstände in Bayern vielerorts zurück, wie der Hochwasserlagedienst des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in München mitteilte. So sanken die Fluten der Donau bei Passau bis zum Vormittag auf rund 7,40 Meter, nachdem sie am späten Mittwochabend mit etwa acht Metern ihren Höchststand erreicht hatten.

Auch von der Isar in München wurden demnach leicht sinkende Pegelstände gemeldet, in Landshut stieg der Isar-Pegel allerdings noch leicht an. Durch den Starkregen vor allem in Oberbayern waren in der ersten Wochenhälfte einzelne Straßen überspült und Äcker überschwemmt worden.

Für die kommenden Tage rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Bayern zwar vielerorts mit Schauern und teils kräftigen Gewittern. „Der Dauerregen ist aber vorbei“, sagte ein Sprecher der DWD-Niederlassung München. Das schwülwarme und feuchte Wetter im Freistaat werde allerdings noch das ganze Wochenende andauern.

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