Brand

D: 73-jährige Frau bei Wohnungsbrand in einer Altenwohnanlage umgekommen

Stade (Deutschland): In der Nacht auf den 25. Juni 2009 kam es gegen 01:00 Uhr in einer Zwei-Zimmer-Wohnung im zweiten Obergeschoss einer Altenwohnanlage in der Salztorscontrescarpe in Stade aus bisher ungeklärter Ursache zum Ausbruch eines Brandes.

Eine in einem Nachbarhaus wohnende Frau hatte bemerkt, wie in dem gegenüberliegenden Gebäude Rauch aus einer dortigen Wohnung drang und dann die Feuerwehr und die Polizei alarmiert. Die als erstes eintreffenden Beamten mussten zunächst fünf ältere Bewohner im gleichen Stockwerk aus dem schon verqualmten Flur retten und konnten dann zusammen mir der anrückenden Feuerwehr die Eingangstür eintreten.

Von außen drangen Feuerwehrleute über die Drehleiter und den dortigen Balkon nach Einschlagen der Glastüren in die völlig verqualmte Wohnung ein. Weitere Bewohner wurden durch Lautsprecherdurchsagen gewarnt und aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Den Feuerwehrleuten des 1. Zuges der Stader Feuerwehr gelang es dann schnell, unter schwerem Atemschutz in die Wohnung einzudringen und den Brand zu löschen. Dabei fanden sie im Wohnzimmer die 73-jährige gehbehinderte Bewohnerin tot auf.

Aus den anderen Stockwerken wurden noch weitere zehn Personen von der Feuerwehr evakuiert und in einem Nachbargebäude von Kräften des Rettungsdienstes betreut, sie wurden zunächst in anderen Wohnungen oder bei Verwandten untergebracht. Zur Koordination des Rettungseinsatzes der acht Rettungswagen und zwei Notärzte wurden die Gruppe der Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sowie die Leitende Notärztin des Landkreises Stade eingesetzt.

Nach Abschluss der Löscharbeiten nahm die Messgruppe des Umweltzuges der Feuerwehr noch Schadstoffmessungen in sämtlichen Wohnungen des Hauses vor. Insgesamt waren ca. 50 Feuerwehrleute, 30 Rettungsdienstmitarbeiten und 10 Polizisten bei dem Feuer im Einsatz. Die zwei als erstes eingesetzten Beamten, eine 29-jährige Polizistin und ein 40-jähriger Polizist, zogen sich bei den ersten Rettungsarbeiten eine leichte Rauchgasvergiftung zu und mussten zur ambulanten Versorgung ins Elbeklinikum Stade eingeliefert werden. Der Gesamtschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen der Polizei und der Feuerwehr auf ca. 70.000 Euro belaufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert