Schwerer Lkw-Unfall in Italien -> Nur österr. (Fw-)Biker hielten und halfen!

Österreich / Italien: Mehrere Burgenländer – unter ihnen auch Feuerwehrmitglied Roland Posch aus dem Bezirk Mattersburg – waren im Mai 2009 auf Motorrad-Urlaub in Italien unterwegs. Dabei kamen sie am 22. Mai 2009 zu einem schweren Lkw-Unfall zurecht.
Niemand zuvor hatte angehalten, um zu helfen, hunderte Autos fuhren auch danach vorbei. Nur die Motorradfahren besaßen Zivilcourage genug, ihre Bikes anzuhalten und zu helfen.
Roland Posch erzählt: „Mit Eisenstangen haben wir die Tür aufgehebelt und dann Fahrzeugteile aus dem Inneren herausgerissen, damit der Fahrer Luft bekommt. Dazu haben wir Lkws, die vorbeigekommen sind, aufgehalten. Anfangs haben wir den Fahrer ja nicht gesehen, sondern nur schreien gehört!

Ausgangsszenario für die Motorradfahrer aus Österreich, als sie am Unfallort anhielten!
Die größte Hilfe war jedoch als wir die beiden Trucks auseinander gerissen haben. Dazu haben wir Keile von den beiden Lkws unter die Räder des hintere Fahrzeug gelegt und haben dem Fahrere des vorderen Lkw langsam nach vorne dirigiert. Als sich das hintere Fahrzeug in den Keilen eingebremst hat, haben wir etwa 40 cm Platz geschaffen und haben erstmals den Fahrer gesehen!
Ich bin dann auf den Truck geklettert und habe ihm alles rund herum herausgerissen (Scheibe, Armaturenbrett etc.). Zur Landung des Helikopters rund eine halbe Stunde später haben wir die Autobahn gesperrt!!! Die Notärzte konnten somit sofort mit der Erstversorgung beginnen. Die Feuerwehr kam eine weitere halbe Stunde später an den Einsatzort – ebenfalls per Hubschrauber!“

Während die Biker mit den Rettungsarbeiten beschäftigt waren, hielt übrigens ein weitere Österreicher an. Es war ein junger Steirer -> ebenfalls Feuerwehrmann. Alle anderen Autolenker interessierte die Notsituation nicht.
