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NL: Auto raste in niederländische Königs-Parade -> 4 Tote

Niederlande: Beim offiziellen Besuch der königlichen Familie in der Stadt Apeldoorn hat ein Autofahrer am 30. April 2009 ein Blutbad angerichtet. Der Mann raste mit seinem schwarzen Suzuki Swift durch mehrere Absperrungen.

Vor den Augen der Königin riss der Wagen etliche Menschen zu Boden, schleifte einige mit und prallte gegen ein Denkmal. Vier Menschen starben, fünf erlitten schwere, acht leichte Verletzungen.

„Das ist ein Blutbad, furchtbar“, sagte eine Frau unter Tränen vor laufenden Fernsehkameras. Die Polizei startete sofort einen Großeinsatz – zum Schutz der königlichen Familie sowie zur Klärung der Hintergründe des grauenvollen Geschehens. Für Spekulationen über einen Anschlag gab es zunächst keine Bestätigung.

Die Königin sei „zutiefst schockiert“, erklärte ein Sprecher der Oranier-Verbände, die alljährlich den als Königinnentag bezeichneten Nationalfeiertag der Niederlande ausrichten. Beatrix sagte unmittelbar nach dem blutigen Geschehen im Zentrum von Apeldoorn ein für den selben Tag geplantes Defilee ab. Damit hätte man des 100. Geburtstages der 2004 gestorbenen und von den Niederländern als „Mutter der Nation“ verehrten Ex-Königin Juliana gedenken wollen.

Die Amoktour des Autofahrers soll laut Justizangaben eine „bewusste Aktion“ gewesen sein. Das Motiv ist aber noch völlig unklar. Der Mann überlebte schwer verletzt. Die Feuerwehr musste ihn aus dem völlig zertrümmerten Wagen schneiden, indem sie das Dach abschweißte.

Königin Beatrix sprach den Opfern und den Hinterbliebenen ihr tief empfundenes Beileid aus. Angesichts des tragischen Geschehens sei es nicht mehr angebracht, ein feierliches Defilee abzuhalten, ließ sie erklären. Oranier-Festkomitees riefen zur Absage aller Veranstaltungen zum Nationalfeiertag aus. Vielerorts wurden wie in Apeldoorn alle Flaggen auf Halbmast gesetzt.

Salzburger Nachrichten

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