Brand

Tirol: Waldbrand bei Innsbruck -> Einsatz über mehrere Tage

Innsbruck (Tirol): Im Innsbrucker Stadtteil Hötting, oberhalb des bekannten Kerschbuchhofes, wütet zur Zeit – Mittags des 10. April 2009 – ein Waldbrand. Ersten Informationen zufolge soll ein relatives großes Gebiet betroffen sein.
Update 15. April 2009, 09.08 Uhr

Wie Einsatzleiter Marcus Wimmer von der Berufsfeuerwehr Innsbruck sei das Gelände derart unwegsam, dass das Löschen nur von der Luft aus in Angriff genommen werden könne. Im Einsatz sind zur Stunde rund 30 Einsatzkräfte. Zur Brandursache ist noch nichts bekannt. Vom Stadtgebiet aus ist eine große Rauchsäule zu sehen. Bei der Leitstelle Tirol sind nicht weniger als 150 Notrufe eingegangen.

ORF Tirol

Statusmeldung von VBGM Dr. Platzgummer über den Waldbrandeinsatz Kranebitter Klamm
Seit Mittags des 10. April 2009 stehen große Teile der Feuerwehr Innsbruck (insgesamt derzeit 6 Einheiten – Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren Neu Arzl, Hötting, Mühlau, Wilten, Reichenau, Amras derzeit 165 Mann im Einsatz) zur Waldbrandbekämpfung im Einsatz. Aus bisher ungeklärter Ursache wurde gegen 12 Uhr Mittags die Feuerwehr von der Leitstelle zu einem Waldbrand in der Kranebitter Klamm gerufen. Im äußeren Bereich der Kranebitter Klamm und über den dortigen Hangkamm hinweg breitete sich sehr rasch der Waldbrand mit starker Rauchentwicklung Richtung Norden-Osten aus. Die umgehend vor Ort gebildete Einsatzleitung forderte sofort Hubschrauber zur Bekämpfung der Feuersbrunst aus der Luft an. Derzeit sind drei Hubschrauber im Einsatz (2 Innenministerium ein Christophorus) ; zwei weitere Militärhubschrauber sind im Anflug. Die Bekämpfung aus der Luft gestaltet sich auf Grund der starken Windverhältnisse als schwierig. Aus diesem Grund wurden Einsatzmannschaften der Feuerwehr sowohl vom Kerschbuchhof bergwärts als auch von oberhalb des Feuers gelegenen Flächen talwärts in den Löschangriff gebracht. Das stellt in diesem steilen und felsigen Gelände die Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung.

Vizebürgermeister Dr. Platzgummer der sich selbst vor Ort ein Bild machte stellt fest: „ Die Lage ist derzeit noch nicht völlig im Griff und die Brandbekämpfung wird sich jedenfalls über die ganze Nacht hinwegziehen. Eine Gefährdung von Personen oder Wohnobjekten ist derzeit nicht vorhanden. Die Sperre aller Wanderwege in diesem Bereich wurde umgehend angeordnet.“ Die aufgetauchte Meldung das Wanderer aus dem Waldbrandgebiet zur Rettung ausgeflogen werden mussten, entspricht nicht den Tatsachen.

Statusmeldung von VBGM Dr. Platzgummer über den Waldbrandeinsatz Kranebitter Klamm
Die Waldbrandbekämpfung der letzten Stunden hat Wirkung gezeigt. Der Brand konnte derzeit unter Kontrolle gebracht werden. Zur Zeit stehen 170 Männer und Frauen der Feuerwehr Innsbruck im Einsatz. Durch das steile Gelände ist die Bekämpfung der einzelnen Brandstellen äußerst schwierig und gefährlich. Seit heute Mittags sind Teile der Feuerwehr Innsbruck (insgesamt derzeit 6 Einheiten – Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren Neu Arzl, Hötting, Mühlau, Wilten, Reichenau, Amras derzeit 170 Männer und Frauen ) wie berichtet zur Waldbrandbekämpfung im Einsatz

„Wir werden den Einsatz bis 19:30 weiterführen und dann wegen der einbrechenden Nacht unterbrechen müssen. Morgen werden ab Sonnenaufgang wieder Einsatzkräfte im Gelände den Waldbrand bekämpfen. Ich darf mich bei allen Einsatzkräften für den schwierigen Einsatz bedanken“ so VBGM Dr. Platzgummer. Bis jetzt verlief der Einsatz unfallfrei. Nach Sonnenuntergang wird es eine Einsatzbesprechung geben, bei der die Einsatzbefehle für den morgigen Tag ausgearbeitet werden.

Resümee für den 11. April:
Nach einem langen Einsatztag kann abschließend ein erfreuliches Zwischenergebnis berichtet werden. Das offene Feuer ist gelöscht, die Rauchentwicklung beseitigt. Dennoch ist an ein Brand aus derzeit nicht zu denken, es bestehen noch zahlreiche Glutnester dir teilweise bis zu einem halben Meter tief in den Boden reichen, und nur durch eine sehr aufwendige Bodenlöschartbeit bekämpft werden können. Dazu wurden mehr als 8 km Schlauchleitung mit 167 Mann gelegt. Dutzende Pumpen wurden zur Löschwasserförderung im unwegsamen Gelände in Stellung gebracht und das Wasser über mehrere hundert Höhenmeter gepumpt werden. Bis dato kam es zu keinen schwereren Verletzungen bei den Einsatzkräften.
Vizebürgermeister Dr. Christoph Platzgummer und die Einsatzleitung bedankt sich bei allen Einsatzkräften für die verantwortungsvolle und wie es aussieht erfolgreiche Arbeit.

Im Einsatz standen Kräfte der aller Feuerwehren von Innsbruck sowie Einheiten aus dem Bezirk Innsbruck Land (Kolssas, Mühlbachl, Gnadenwald, Telfes, Gries am Brennen, Gries im Sellrain, Zirl, die Landesfeuerwehrschule) sowie die Polizei, die Bergrettung, das Bundesheer, das Rote Kreuz Innsbuck, die mobile Überwachungsgruppe der Stadt Innsbruck, die Brandermittlung, FA Heli Tirol und die Landeswarzentrale.
Die Koordination von im Einsatz befindlichen Fluggeräten des Bundesherres (mit fünf Maschinen) die Flugpolizei sowie der Firma Heli Tirol funktionierte wunschgemäß.

Morgen, Ostersonntag – 12.4.2009 – werden die Einsatzkräfte um 5:30 vor Ort gebracht, und ab 6:00 Uhr werden die Löscharbeiten fortgesetzt. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass morgen im Laufe des Nachmittages „Brand Aus“ gemeldet werden kann.

12. April:
Seit heute 6 Uhr steht die Feuerwehr wieder im Einsatz bei der Waldbrandbekämpfung in der Kranebitter Klamm. Die Einsatzkräfte wurden ja über Nacht aus dem Einsatzgebiet Kranebitter Klamm aus Gründen der Sicherheit abgezogen.
Die Wetterbedingungen sind zur Zeit sehr gut und die Löscharbeiten gehen gut voran. Der Brand ist derzeit unter Kontrolle und Glutnester werden nun vom Boden aus noch bekämpft. Teile der Mannschaften melden schon ein gebietsweises „Brand Aus“.
Derzeit stehen die Hubschrauber des Bundesheeres und der Firma Heli Tirol den Bodenmannschaften zu Verfügung. Derzeit stehen 140 Männer und Frauen der Feuerwehr im Einsatz. Zwischen 13 und 14 Uhr werden die Mannschaften durch nachfolgende Feuerwehreinheiten ausgetauscht.

Update 12. April 2009, 20.10 Uhr
Statusmeldung von VBGM Dr. Platzgummer über den Waldbrandeinsatz Kranebitter Klamm. Durch die Löschtätigkeiten des heutigen Tages konnten fast alle Glutnester gelöscht werden. Für den morgigen Tag ist die Wiederaufnahme der Bekämpfung der Glutnester ab 6.30 Uhr geplant. Dann stehen wieder 80 Männer und Frauen der Feuerwehr im Einsatz, sowie fünf Hubschrauber des Bundesheeres und eine zivile Maschine.

Update per 13. April 2009, 21.59 Uhr:
Durch die Löschtätigkeiten des heutigen Tages konnten fast alle Glutnester gelöscht werden. Für den morgigen Tag ist die Wiederaufnahme der Bekämpfung der Glutnester ab 6:30 geplant. Dann stehen wieder 50 Männer und Frauen der Feuerwehr im Einsatz, sowie drei Hubschrauber des Bundesheeres und eine zivile Maschine. Die Hauptaufgabe der Feuerwehrkräfte ist die Bekämpfung der Glutnester, auch aus der Sicht, da kein ergiebiger Regen in nächster zu erwarten ist.

Update per 15. April 2009, 09.08 Uhr:
„Brand Aus“ kann nach einem Erkundungsflug am Mittwoch, dem 15. April 2009, in der Früh gegeben werden. Nach den schwierigen Löscheinsätzen der vergangenen Tage ist der Brand in der Kranebitter Klamm nun gelöscht. Heute wird begonnen die Gerätschaften wieder abzubauen. Dabei werden auch Hubschrauber zum Abtransport eingesetzt. „Nach den letzten Tagen darf ich mich recht herzlich bei allen Einsatzkräften bedanken. Es war ein hartes Stück Arbeit den Waldbrand in Griff zu bekommen und vollkommen zu löschen. Es waren hohen Anforderungen an Mensch und Material. Der Einsatz konnte aber professionell abgearbeitet werden“ so VBGM Dr. Christoph Platzgummer, welcher alle Einsatztage auch vor Ort im Einsatz war. Genaue Zahlen über den Einsatz (Stunden, Einsatzmannschaft, Gerätschaften) werden morgen 16. April um 11 Uhr im Rathaus bei einem Pressegespräch dargelegt.

BF Innsbruck

Bericht der FF Kolsass:
Am Samstag den 11.04.2009 um 14:27 Uhr wurde die FF Kolsass mittels Pager zur Hilfeleistung nach Innsbruck zu einem Waldbrand gerufen. Nachdem im Gerätehaus noch zusätzliches Schlauchmaterial sowie Sicherungsmaterial aufgeladen wurde, fuhr die FF Kolsass unter der Leitung von KDT Helmut Lentner mit 2 Fahrzeugen (LAST, LF-B) und 14 Mann zum Einsatz aus. Am Einsatzort in Innsbruck angekommen wurde Mannschaft und Gerät (Pumpe, Schlauchmaterial) auf einen Pinzgauer aufgeladen und mit diesem bis ans Ende eines schmalen Forstweges gebracht. Von dort aus ging es ca. 1h Fussmarsch über steiles unwegsames Gelände zum Brandherd vor. Dort wurde dann die Brandbekämpfung mittels C Rohr und Schanzwerkzeug vorgenommen. Um 21:00 Uhr konnte die erschöpften Mannen der FF Kolsass wieder ins Gerätehaus einrücken.

12.04.2009: Am Sonnstag, den 12.04.2009, um 05:45 Uhr wurde nochmals die FF Kolsass zur Hilfeleistung nach Innsbruck zum Waldbrand gerufen. Diesesmal bestand die Aufgabe die 2 Speiseleitung mit 4 Pumpenmaschinisten zu besetzten. Dazu fuhr die FF Kolsass mit LAST und 7 Mann zum Einsatzort aus. Nach erfolgreicher Speisung wurden dann die Mannen der FF Kolsass von der Feuerwehr Ellbögen um 13:30 Uhr abgelöst. So konnten die Florianijünger um 15:00 Uhr wieder ins Gerätehaus einrücken.

Freiw. Feuerwehr Kolsass

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