Oö: BTF Chemiepark Linz -> Kooperation mit der Mobilen Intensiv Medizin

Linz (Oö): Seit Beginn des Jahres 2009 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Mobilen Intensiv Medizin (MIM) und der Chemiepark Linz Betriebsfeuerwehr.
Die MIM (Link) bietet seit 18 Jahren von Mils bei Innsbruck aus hochwertigen Intensivpatiententransport an. Diese Transporte werden überwiegend mit Spezialfahrzeugen durchgeführt. Das Besondere an den Transporten ist, dass der Patient im Fahrzeug nicht auf einer Krankentrage sondern in einem speziell ausgerüsteten Intensivbett transportiert wird, und dass jede intensivmedizinische Therapie ohne jegliche Unterbrechung am Transport weitergeführt wird.

An diesem Intensivbett sind sämtliche Geräte, die zur Betreuung und Überwachung des Patienten erforderlich sind, fix montiert.
Unter anderem zählen
• eine Intensivbeatmungseinheit Servo-i, mit bester Atemgasbefeuchtung,
• der Intensivmonitor,
• 7 Perfusoren und Infusionspumpen,
• ein transportables Analysegerät für Blutgase und Elektrolyte
• ausreichend Infusionen sowie
• die entsprechende medikamentöse Ausstattung und
als Ausfallsicherheit
• ein Defibrillator/Monitorsystem Lifepak 12 und
• ein Oxylog 3000 als Backup
zur Standardausrüstung.
Diese Ausrüstung kann natürlich bei Bedarf (NO-Applikation, Ballonpumpe, Herz-Lungen-Maschine) noch entsprechend ergänz werden. Um auch über einen längeren Zeitraum eine durchgehende, optimale Beatmung des Patienten zu ermöglichen werden neben einer ausreichenden Menge an Druckluft auch rund 6000 Liter Sauerstoff mitgeführt.

Im Fahrzeug wird die Stromversorgung auf 220V Basis sichergestellt, die am Transport auch problemlos Zusatzgeräte wie ein künstliches Herz oder die Herz-Lungen-Maschine) entsprechend versorgen und betreiben kann.
Zum Transport Neugeborener steht ein speziell adaptierter Intensiv-Transportinkubator zur Verfügung. Es gelingt mit diesem System, die intensivmedizinische Versorgung des Patienten am Transport ident der Versorgung auf der Intensivstation auf einem hohen Standart fortzuführen, sodass keine Versorgungsdefizite auftreten. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass beispielsweise in den letzten 18 Jahren bei über 6800 Transporten am Transport selbst nur ein Patient defibrilliert werden musste.
Ende November 2008 wurde der MIM nach dem oö. Rettungsgesetz die Erlaubnis erteilt Krankentransporte (eingeschränkt auf Intensivverlegungen) in Oberösterreich durchzuführen. Der Vertrag mit den Sozialversicherung garantiert den Einsatz für alle Patienten.
Die Betriebsfeuerwehr steht nunmehr dafür als lokaler Logistikpartner der MIM am Standort Linz zur Verfügung, seit Februar 2009 ist auch ein Fahrzeug (Intensivan Fort Transit) permanent im Chemiepark Linz stationiert.
Dieses Fahrzeug wird von den Notfallsanitätern der Betriebsfeuerwehr entsprechend betreut und gewartet, es werden auch von der Betriebsfeuerwehr die Notfallsanitäter für Intensivtransporte zur Verfügung gestellt. Mit diesem Fahrzeug werden Intensivtransporte in Oberösterreich und dem östlichen Bundesgebiet durchgeführt.
