Stmk: Feuer am Dach -> Neuerlich Großbrand in Graz
Graz (Stmk): Die unheimliche Serie an Großbränden in Graz scheint kein Ende nehmen zu wollen: Um 20.56 Uhr rückte die Berufsfeuerwehr Graz am 2. März 2009 zu einem Dachstuhlbrand in die Radetzkystraße 15 aus.
Einsatzleiter Oberbrandrat Hans Kirnich, der die Feuerwehrkräfte in einer Stärke von 37 Mann und zwölf Fahrzeugen dirigierte, schildert die Situation bei Eintreffen: „Das Dachgeschoß stand in Brand, die Flammen waren schon von Weitem zu sehen.“ In einem Großeinsatz, unter Einsatz von zwei Drehleitern, konnte im Innen- und Außenangriff unter schwerem Atemschutz der Brand binnen rund einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlösch- und Sicherungsarbeiten werden sich aber noch über mehrere Stunden hinziehen.Entscheidend: Ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Häuser konnte verhindert werden.

Als Ursache wird ein technisches Gebrechen oder menschliches Versagen vermutet, der Sachschaden ist enorm – erste Schätzungen gehen von zumindest mehreren 100.000 Euro aus. Verletzt wurde niemand, das Rote Kreuz sicherte den Einsatz mit zwölf Kräften und vier Fahrzeugen ab.
Der Einsatz in Zahlen:
Alarm: 20.56 Uhr – Brand aus: 01.00 Uhr – Einsatzende: 03.17 Uhr – Brandwache: nach wie vor vor Ort
Eingesetzte Feuerwehrkräfte (inklusive Ablösen): 55 Mann mit 18 Fahrzeugen
Verbrauchte Atemschutzgeräte: rund 40, eingesetzte Atemschutztrupps: 16
Einsatztaktik: Bildung von zwei Abschnitten, Errichten eines Atemschutzsammelplatzes, Verkehrsperre der Radetzkystraße und der Wielandgasse über mehrere Stunden
Rotes Kreuz: Zwölf Kräfte mit vier Fahrzeugen vor Ort
Verletzte: Keine
Sachschaden: Noch nicht genau zu beziffern, aber zumindest mehrere Hunderttausend Euro
Brandursache: Wird noch untersucht, vermutlich aber technische Ursache
Für die Berufsfeuerwehr Graz kann eine wirkliche positive Bilanz gezogen werden: Wie schon bei den Großeinsätzen der vergangenen Tage konnte dank der aufwändigen Ausbildung und der reichen Erfahrung auch dieser schwierige Einsatz (mitten in der Innenstadt) erfolgreich und professionell abgewickelt werden, stellt Krajnz die eingesetzten Feuerwehrleute vor den Vorhang.
