D: Brand in einer Mülldeponie-Halle in Nienburg

Nienburg (Deutschland): In den frühen Morgenstunden des 27. Februar 2009 brannte eine Halle der Nienburger Mülldeponie im Waldgebiet Krähe direkt an der Kreisstraße. Im Einsatz standen mehr als 100 Feuerwehrkräfte, deren Löscharbeiten aufgrund des Wassermangels und der Einsturzgefahr der Halle erschwert wurden.
Gegen 05.30 Uhr meldet ein Verkehrsteilnehmer den Brand. Als die ersten Polizei- und Feuerwehrkräfte eintreffen, steht die 100 Meter lange, 30 Meter breite und 10 Meter hohe Halle in Flammen. In der offenen Halle lagern ein 300-400 Kubikmeter großer Müllberg und ein Container mit Bauschuttholz. Beides brennt lichterloh. „Aufgrund des Wassermangels gestaltet sich das Ablöschen des Feuers schwierig“, erklärt Gabriela Mielke, Polizeipressesprecherin. Über die Feuerwehrleitstelle müssen weitere Ortswehren mit Tanklöschfahrzeugen nach alarmiert werden. Letztlich sind unter der Leitung vom Erichshagener Ortsbrandmeister Norbert Redlin rund 100 Kameraden der vier Ortswehren Nienburgs und der Feuerwehren Schessinghausen und Leeseringen im Einsatz. Mit Radladern wird der Müllhaufen auseinander gefahren und vor der Halle abgelöscht.

„Durch den Brand werden keine Schadstoffe freigesetzt“, führt die Pressesprecherin in Bezugnahme auf die von der Feuerwehr durchgeführten Schadstoffmessungen aus. Eine Gefährdung für die umliegenden Ortschaften besteht nicht. Das Feuer hat das Hallendach beschädigt. Nach ersten Schätzungen beziffert sich der Schaden auf 250.000 Euro.
Die Brandursache steht noch nicht eindeutig fest. „Nach den ersten polizeilichen Feststellungen könnte eine Selbstentzündung das Feuer entfacht haben“, so Gabriela Mielke.
