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Oö: Lebensretter schwammen in eiskalter Donau

Steyregg (Oö): Die beiden Steyregger Manfred Haider (45) und Stefan Schinagl (25) von der FF Steyregg sind die Helden des Tages: Sie sprangen am Dienstag, dem 24. Februar 2009, nur in Unterhose in die drei Grad kalte Donau, um einem Lebensmüden das Leben zu retten.

„Man steht unter einem eigenartigen Zugzwang, helfen zu müssen, wenn man einen Menschen im eiskalten Wasser liegen sieht“, beschreibt der Voest-Meister Manfred Haider (45), warum er gar nicht anders konnte, als in die eisigen Fluten zu springen.

Gemeinsam mit 19 Polizisten, zwei Dutzend Hundeführern und 11 Kameraden der Feuerwehr Steyregg durchkämmten Haider und sein Kollege die Steyregger Au nach einem abgängigen 50-jährigen Familienvater, der angekündigt hatte, sich wegen beruflicher Probleme das Leben nehmen zu wollen. „Am Ufer eines Begleitgerinnes haben wir ihn durch Zufall entdeckt“, sagt Haider, „als er uns bemerkt hat, ist er zurück ins Wasser und untergetaucht. Leider war er am anderen Ufer des Nebenarms. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns auszuziehen und die 25 Meter zu ihm hinzuschwimmen.“ Ohne zu zögern hechteten die beiden Retter mit einem Köpfler ins nur drei Grad kalte Wasser. „Was tut’s euch denn das an?“, waren die ersten Worte des Geretteten, der sich die Pulsadern aufzuschneiden versucht hatte.

„Wirklich hart waren die nächsten 20 Minuten, als wir nass in Unterhose bei nur einem Grad über null im Freien gestanden sind und auf unsere Kameraden mit unserem Gewand gewartet haben. Und dann noch fünf Minuten barfuß über Eis und Schnee durch die Au zu gehen, da stellt es einem wirklich die Zehennägel auf“, sagt Haider, „aber das Wichtigste ist, dass wir den Abgängigen gefunden haben und retten konnten.“

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