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Oö: Wasserrettung bei zwei Eisrettungsübungen aktiv

Oö: Vergangenes Wochenende – 7./8.2.2009 – stand für die Mitglieder der Wasserrettung im Zeichen der Eisrettung. In mehreren Ortstellen wurden das richtige Verhalten und die effizientesten Rettungsvarianten trainiert.

Durch die lang anhaltenden tiefen Temperaturen sind viele kleinere Badeseen und Bäche zugefroren und ziehen Wintersportler oder Spaziergänger an.

Konsistenz des Eises ist schwer zu erkennen!
Die wechselnden Wetterverhältnisse begünstigen die Schmelze und machen es Sportlern und Spaziergehern unmöglich zu beurteilen, ob gefahrenloses Betreten der Eisflächen möglich ist.
Eisflächen gelten erst ab einer Eisdicke von ca. 10cm bei Einzelpersonen und 15cm für Personengruppen als tragfähig. Grundsätzlich ist bei Spaziergängen am Eis immer Vorsicht geboten, da diese Zahlen nur als Faustregel gesehen werden können und äußere Einflüsse die Tragfähigkeit von Eisflächen drastisch einschränken können.

Was tun, wenn es passiert ist? – Kurzwahl 130 (LWZ) oder 0800/230 144
Die wichtigste Grundregel bei Eisunfällen ist: Nähern sie sich der verunfallten Person und dem Einbruchloch nicht. Verlagern Sie ihr Körpergewicht auf eine möglichst große Fläche. Setzen Sie umgehend einen Hilferuf (Wasserrettung Kurzwahl 130 (LWZ) oder 0800/230 144) ab und suchen sie sich Hilfsmittel, die sie dem Verunfallten reichen können.

Ist kein entsprechendes Hilfsmittel auffindbar, so gilt folgender Grundsatz: Man reicht dem Verunfallten nie selbst die Hand, da man ins Wasser gezogen werden könnte. Stattdessen benützt man einen Schal, Jacke, Mantel, Pullover oder ähnliches als „Abstandshalter“ und Rettungshilfsmittel.

Der Zeitfaktor ist bei einem Eiseinbruch eine wesentliche Rolle, da das kalte Wasser schnell Unterkühlungserscheinungen hervorruft. Ist der unterkühlte Verunglückte aus dem Wasser befreit, bringen Sie ihn in völlige Ruhelage. Die unterkühlte Person darf weder aktiv noch passiv bewegt werden (Gliedmaßen nicht massieren), da dies zum sogenannten Berge oder Wiedererwärmungtod führen könnte. Unterkühlten Personen werden die nassen Kleider entfernt und in Decken eingehüllt. Ansprechbare Personen werden mit warmen, (nicht heißen oder alkoholischen!) zuckerhaltigen Getränken versorgt.

Helfen sie schnell, zielgerichtet und vorsichtig!
Kommt es zu einem Untertauchen des Verunglückten unter die Eisoberfläche ist es für die Retter sehr schwierig effiziente und selbstsichere Hilfe zu leisten. Diesen Fall trainierten Einsatztaucher der Wasserrettung vergangenes Wochenende an einem kleinen Baggersee. Erschwert durch die schlechte Sichtweite tasteten sich die Taucher unter der Eisdecke langsam vor, um ihre Aufgaben zu erfüllen.
Speziell das Tauchen unter Eisdecken ist ein sehr anspruchsvolles und mit vielen Risiken verbundenes Unterfangen. Viel Übung und perfektes Zusammenspiel zwischen Tauchpartnern, Equipment und den Sicherungstauchern sind Grundvoraussetzung für diese Einsatztauchgänge.

So beeindruckend und verlockend verschneite und zugefrorene Seen und Wasserflächen sind, so gefährlich und unberechenbar sind sie zugleich!

Oö. Wasserrettung

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