Oö: Einsatzübungen „Brand in Tiefgarage“ und „Eisrettung“ bei der FF Kappern
Marchtrenk (Oö): Ein Szenario, dass sich wohl niemand zu erleben wünscht, war am 4. Februar 2009, Grundlage für eine Einsatzübung der Feuerwehr Kappern. Ein an sich harmloser Zusammenstoß zweier Fahrzeuge…
… im unübersichtlichen Gegenverkehrsbereich einer Tiefgarage entwickelte sich zu einem kleinen Inferno.
Übungsannahme war, dass ein Lenker beim Zufahren zu seinem Stellplatz einer Bewohnerin in Ihrem Rollstuhl ausweichen wollte, diese noch umstieß und dadurch frontal in ein ausfahrendes Auto fuhr. Unglücklicherweise fing ein Fahrzeug sofort zu rauchen und in weiterer Folge zu brennen an. Eine junge Augenzeugin alarmierte unverzüglich via Handy die Feuerwehr und erklärte den Einsatzkräften beim Eintreffen, was passiert war.

Nach erkundeter Lage ließ der Einsatzleiter sofort einen Atemschutztrupp zur Menschenrettung vorrücken. Ein weiterer folgte kurze Zeit später. Die eingesetzte Nebelmaschine füllte die Tiefgarage in kürzester Zeit und sorgte so für sehr realistische Verhältnisse. Nach erfolgreicher Menschenbergung und Brandbekämpfung galt es auch noch den Rauch wieder aus der Garage zu bringen, was durch den Einsatz des Hochleistungslüfters nach einiger Zeit auch gelang. Es stellte sich jedoch heraus, dass das richtige und effektive Platzieren in solchen Räumlichkeiten aufgrund der vorhandenen Abluftschächte relativ schwierig ist.
Im Anschluss an die Übungsnachbesprechung fand noch ein Rundgang mit allen Kameraden durch die Garage statt. Diese Übungsannahme stellt sicher ein Extrem im Einsatzdienst dar, war aber für alle sehr aufschlussreich und zeigte vor allem auch kleine Mängel an der Gebäudeeinrichtung auf.
Eisretter-Übung:Da es in den Wintermonaten immer wieder zu Unfällen auf Teichen und Seen kommt bei denen Menschen ins eiskalte Wasser einbrechen und der derzeit quasi idealen Verhältnisse hielt die FF Kappern kurzfristig eine Eisrettungsübung ab. 2 Kameraden wagten sich, gut isoliert in Neoprenanzügen, in einen Baggersee.

Vom Ufer aus gesichert, wurde nun mit unterschiedlichsten Mitteln, wie Leitern, Seilen, Bandschlingen, etc., die auch für den sonstigen Einsatzdienst zur Verfügung stehen, versucht, die Person zu retten. Mit ein paar gespielten Panikreaktionen und Erschöpfungserscheinungen machten es die beiden Freiwilligen ihren Kameraden gar nicht so leicht sie aus dem Wasser zu ziehen.

