Russland: Zu spät alarrmiert -> Mindestens 23 Tote bei Feuer in Pflegeheim
Russland: Bei einem Brand in einem Pflegeheim im Nordwesten Russlands sind am Samstag, dem 31. Jänner 2009, nach Behördenangaben mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.
Die genaue Zahl der Opfer sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Regionalregierung in der Provinz Komi. Ein Mitarbeiter des örtlichen Katastrophenministeriums sagte im Fernsehsender Westi 24, nur drei Bewohner des Heims hätten gerettet werden können. 23 Personen werden vermisst. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete von bis zu 25 Todesopfern. Grigori Gorbunow vom Katastrophenministerium erklärte, der Brand sei zu spät gemeldet worden. Als die Feuerwehr aus einem Nachbarort eintraf, sei das Gebäude in der Stadt Podjelsk bereits in Flammen gestanden. Im März 2007 waren bei einem Brand in einem Pflegeheim in Südrussland 62 Menschen getötet worden. Eine nahe gelegene Feuerwache war geschlossen, und die Feuerwehr aus einer größeren Stadt erreichte den Brand nach Behördenangaben erst nach fast einer Stunde, weil ein Nachtwächter zweimal einen Feueralarm ignoriert hatte.
Bericht „Neue Züricher Zeitung:
Mindestens 23 Menschen sind am 31. Jänner 209 bei einem Brand in einem Pflegeheim im Nordwesten Russlands ums Leben gekommen. Ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums erklärte, die Behörden hätten den Brand erst spät gemeldet. Als die Feuerwehr aus einem Nachbarort eintraf, habe das Gebäude in der Stadt Podjelsk bereits in Flammen gestanden. Der Ort liegt rund 1.200 Kilometer nordöstlich von Moskau.
Der Fall erinnerte an andere verheerende Brände in den vergangenen Jahren in Russland. Missmanagement, Korruption und eine veraltete Infrastruktur trugen in den meisten Fällen mit dazu bei, dass viele Menschen ums Leben kamen.
Im November 2007 starben 32 Menschen bei einem Brand in einem Pflegeheim in der Region Tula. Im März 2007 kamen in einem Pflegeheim in Südrussland 62 Menschen ums Leben. Eine nahe gelegene Feuerwache war geschlossen, und die Feuerwehr aus einer größeren Stadt erreichte den Brand nach Behördenangaben erst nach fast einer Stunde, weil ein Nachtwächter zweimal einen Feueralarm ignoriert hatte.
Konstantin Bobrow, ein Sprecher der Regierung der Provinz Komi, sagte, der Brand habe sich in dem Holzhaus rasend schnell ausgebreitet. Drei Bewohner des Heims hätten gerettet werden können, 23 seien ums Leben gekommen. Auch Podjelsk habe eine Feuerwehr, sagte Bobrow. Die sei aber mit dem Brand überfordert gewesen. So hätten noch Feuerwehren aus dem Nachbarort angefordert werden müssen.
Angaben zur Brandursache wurden zunächst nicht gemacht. In Russland kommen jedes Jahr fast 18.000 Menschen bei Bränden ums Leben.
