Oö: Rosenbauer verabschiedet sich aus China
Leonding (Oö): Der börsennotierte oö. Feuerwehrausrüster Rosenbauer mit Sitz in Leonding steigt aus seinem 2005 gegründeten 50-Prozent-Joint-Venture Rosenbauer YongQiang in China aus.
Der Anteil wurde um einen Kaufpreis von einem Euro an den bisherigen chinesischen Partner abgegeben, so das Unternehmen. Der Schritt werde keine Auswirkungen auf die bisher getroffenen Umsatz- und Ergebnisprognosen des Konzerns haben. Für 2008 werde ein Anstieg von jeweils mehr als 15 Prozent erwartet. 2007 wurde bei einem Umsatz von 426,1 Mio. Euro ein EBIT von 30,8 Mio. Euro erwirtschaftet.
Gründe für den Rückzug: Rosenbauer begründet den Rückzug aus China damit, dass die strategischen Gewinnerwartungen nicht erreicht worden seien. Das Geschäftsmodell des Joint-Ventures in Dongguan in der Provinz Guangdong sah vor, qualitativ hochwertige Fahrzeuge für den lokalen chinesischen Markt zu produzieren. Für diese konnte dort allerdings kein entsprechender Preis erzielt werden, so Rosenbauer.
Genehmigungsverfahren eingeleitet: Die Entscheidung, die Anteile abzugeben, sei zum Jahresende 2008 gefallen, nun sei das Genehmigungsverfahren zur Übertragung bei den chinesischen Behörden eingeleitet worden. Durch die Abgabe der Anteile zu einem Kaufpreis von einem Euro werde dem chinesischen Partner die Möglichkeit gegeben, flexibler auf das lokale Qualitäts-und Preisniveau einzugehen. Das unter einem neuen Namen produzierende Unternehmen wird seine Produkte künftig nicht mehr unter der Marke Rosenbauer vertreiben.
Export nach China: Rosenbauer will weiterhin Spezialfahrzeuge und Hubrettungsgeräte für Flughäfen, Industriebetriebe und ausgewählte Kommunen nach China exportieren. Damit sei man seit Jahren erfolgreich, so der Konzern, der in über 100 Ländern vertreten ist.
