Brand

D: Drei Verletzte bei zwei Bränden in der Nacht auf den 4.1.2009

Landkreis Stade (Deutschland): In der Nacht auf den 4. Jänner 2009 kam es im Landkreis Stade gleich zu zwei Brandausbrüchen in Wohnungen, bei denen drei Bewohner verletzt wurden.

Gegen 19:45 Uhr geriet in Freiburg in einem dortigen Einfamilienhaus eines Rentnerehepaares in der Straße „Am Deich“ durch eine brennende Kerze ein Tannenbaum in Brand. Das Feuer breitete sich schnell über den gesamten Baum aus und griff auf das Mobiliar und die Wände über. Der 83-jährige Bewohner, der in seinem früheren Berufsleben Brandexperte war und so um die Ausbreitung von Feuern wusste, verließ mit seiner 83-jährigen Ehefrau sofort den Raum und die Wohnung. Zuvor schloss er aber noch alle Türen und Fenster so dass das Feuer keinen Sauerstoff mehr erhielt und erstickte bevor die alarmierte Feuerwehr aus Freiburg eintraf. Bei dem Schließen der Türen und Fenster erlitt der Rentner Brandverletzungen und er wurde zusammen mit seiner Frau wegen des Verdachtes auf eine Rauchvergiftung vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert. Durch das geistesgegenwärtige Handeln des Freiburger konnte ein Übergreifen des Brandes auf die gesamte Wohnung verhindert und der Gesamtschaden auf ca. 50.000 Euro begrenzt werden.

Weiterer Wohnhausbrand:
Gegen 23:40 Uhr wurde der Polizei und der Feuerwehr von Nachbarn ein Feuer in einer Doppelhaushälfte im Tannenweg in Stade-Bützfleth gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute schlugen die Flammen bereits aus einem der Dachfenster.

Insgesamt 65 Feuerwehrleute aus Bützfleth, Bützflether Moor und Unterstützung durch eine Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug aus Stade rückten an und mussten teilweise unter schwerem Atemschutz in die Wohnung eindringen, um den Brand zu bekämpfen. Über die Drehleiter und von außen übers Dach musste die Pfannen geöffnet werden, um an alle Brandnester heranzukommen.

Mit einer Wärmebildkamera konnten schließlich alle Reste des Feuers entdeckt und gelöscht werden. Die 48-jährige Bewohnerin der Wohnung hatte sich beim Brandausbruch aus ihrer Haushälfte zu ihren Nachbarn gerettet und zusammen mit diesen das Haus verlassen. Sie erlitt bei dem Feuer einen Schock und wurde nach der Erstversorgung durch den Stader Notarzt mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst ins Elbeklinikum Stade eingeliefert.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist das Feuer aus bisher ungeklärter Ursache in einem Abstellraum im Dachgeschoss ausgebrochen und hat sich von dort auf die Wohnung ausgebreitet. Beide Hausteile wurden bei dem Feuer erheblich in Mitleidenschaft gezogen, der Gesamtschaden dürfte sich auf über 100.000 Euro belaufen.

Brandexperten der Polizeiinspektion Stade werden in der kommenden Woche die genauen Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen.

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