D: Brennender Industrieabfall konnte nur mit Salz gelöscht werden

Breitscheid (Deutschland): Der Fahrer eines auf der A 3 in Fahrtrichtung Köln fahrenden Container-Lkws, welcher Industrieabfall geladen hatte ,bemerkte am Nachmittag des 17. Dezember 2008 im Bereich des Breitscheider Kreuzes Feuer im Bereich der Ladung.
Nach dem Eintreffen der Feuerwehr und der Autobahnpolizei wurde entschieden die Ladung auf einem Betriebsgelände der Autobahnmeisterei im Dreieck der BAB A 52 und A 3 abzukippen und dort abzulöschen. Über die Art und Zusammensetzung des Industrieabfalls konnte der Fahrer gegenüber Polizei und Feuerwehr keine Angaben machen. Da es sich augenscheinlich um einen gummiartigen Produktionsabfall handelte, entschied sich die Feuerwehr Ratingen die brennende Masse mit einem Schaumteppich zu bedecken, worauf sich zunächst ein schneller Löscherfolg zeigte.Im Anschluss zeigte sich jedoch dass der Abfall sich unter der Schaumdecke immer wieder selbst entzündete.

Nach zahlreichen Telefonaten, bei denen der Erzeuger des Industrieabfalls gefunden wurde stellte sich heraus, dass es sich bei dem Abfallprodukt um einen Schleifabfall handelte der Anteile von brennbaren Metallen beinhaltete, welcher mit wasserhaltigen Löschmitteln nicht bekämpft werden kann. Mit dieser Information konnte die Feuerwehr Ratingen ihre Taktik ändern und orderte bei der Autobahnmeisterei Ratingen 10 m³ Streusalz, welches bei Metallbränden als Löschmittel verwendet wird
Mit Hilfe des Technischen Hilfswerkes, das einen Lkw zum Transport des Salzes zur Einsatzstelle zur Verfügung stellte, und eines Radladers des THW wurde das Salz auf die sich immer wieder selbst entzündende Abfallmasse aufgebracht. Im Anschluss wurde zusätzlich über das Salz eine wasserdichte Folie gezogen, die ein Durchdringen der Salzkruste durch Regenwasser verhinderte.

Im Einsatz war ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr Ratingen sowie der Löschzug Breitscheid der Freiwilligen Feuerwehr Ratingen und Kräfte des Technischen Hilfswerkes mit einem Lkw und einem Radlader des Ortsverbandes Ratingen.
