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Sbg: Millionenschaden nach Brand im Berghotel auf der Schmittenhöhe

Zell am See (Sbg): In Zell am See steht das Berghotel Schmittenhöhe in Brand, meldete die Feuerwehr Zell am See Dienstag, 28. Oktober 2008.

Acht Feuerwehren mit 165 Einsatzkräften versuchen derzeit das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Feuer immer noch nicht unter Kontrolle
Die Feuerwehren Zell am See, Maishofen, Viehofen, Niedernsill, Saalfelden, Piesendorf, Kaprun und Bruck sind mit 165 Einsatzkräften und 15 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Das Berghotel befindet sich auf 2.000 Meter Seehöhe und liegt direkt bei der Bergstation Schmittenhöhe. Das Feuer breitet sich laut letzten Informationen noch immer aus und ist nicht unter Kontrolle. Der Brandherd konnte inzwischen aber lokalisiert werden. Die Feuerwehr meldet, dass sich das Dämmmaterial im Obergeschoss des Hotels entzündet hat.

Rotes Kreuz meldet drei Verletzte „Beim Berghotel Schmittenhöhe steht der gesamte erst Stock in Brand, die genau Brandursache ist noch nicht klar. Es gibt drei Verletzte, das sind drei Arbeiter, sie haben eine Rauchgasvergiftung erlitten. Die Löscharbeiten sind sehr schwierig, da die Anfahrt sehr umständlich ist, es gibt nur einen Güterweg hinauf zur Schmittenhöhe“, schildert Kurt Möschl von der Polizei Zell am See. Die starke Rauchentwicklung sei vom Tal aus gut sichtbar, meldet Möschl. Ob weitere Personen bei dem Brand verletzt wurden oder noch geborgen werden müssen, ist derzeit unklar.

Update vom 29. Oktober 2008:

Millionenschaden, drei Verletzte bei Großbrand
Der Großbrand im Berghotel auf der Schmittenhöhe bei Zell am See (Pinzgau) hat am Dienstag drei Verletzte gefordert. Der Schaden geht in die Millionen. Die Brandermittler sind auf der Suche nach dem Grund für das Feuer.

Dach des Hotels fing Feuer: Bei Renovierungsarbeiten fing Dienstag nach 16.00 Uhr das Dach des Hotels neben Salzburgs ältester Seilbahnstation Feuer. 250 Helfer von 14 Pinzgauer Feuerwehren mussten stundenlang den Großbrand bekämpfen. Mitte November hätte das Berghotel auf der Schmittenhöhe wieder eröffnet werden sollen. Die Renovierung stand kurz vor ihrem Abschluss.

„In Teil angefangen, wo niemand gewesen ist“: Zimmerer Reiner Glass hat auf der Baustelle gearbeitet, als das Feuer ausbrach: „Wird wahrscheinlich irgendwo durch’s Flämmen passiert sein. Das kann man im Nachhinein schwer feststellen. Das hat in einem Teil angefangen, wo gar niemand gewesen ist. Der Schaden ist aber schon immens. Wenn ich die Flammen oben aus dem Dach züngeln sehe, ist es wirklich Schade drum, um die Arbeit.“ Drei seiner Kollegen mussten mit schweren Rauchgasvergiftungen per Hubschrauber ins Krankenhaus Zell am See gebracht werden.

Verwinkelter Bau – schwierig für Feuerwehr: Die Feuerwehren hatten nicht nur mit der zehn Kilometer langen, sehr steilen Zufahrt zu kämpfen, sagt Einsatzleiter Leopold Winter: „Das Bauwerk ist total verwinkelt mit irrsinnig hohen Brandlasten, keine Brandschutzpläne. Es ist Holzverbau, Isoliermaterial – und das ist natürlich ein spezielles Problem. Es sind teilweise die Decken eingestürzt, das heißt, wir können teilweise in das Objekt nicht mehr hinein.“

Saisonbeginn der Bergbahnen nicht in Gefahr: Für die Schmittenhöhebahnen kommt der Großbrand so kurz vor dem Start in die Wintersaison sehr ungelegen, sagt Vorstand Erich Egger: „Für’s Erste einmal sind wir natürlich schon geschockt über den Brand am Berg. Aber ich kann feststellen, dass die Anlage der Schmittenhöhebahn Gott sei Dank vom Brand nicht betroffen ist und demzufolge auch der Saisonstart nicht gefährdet ist.“ Eine Hilfe war allerdings die Beschneiungsanlage, die bereits in Betrieb ist, ergänzt Egger: „Wir haben ja darauf gewartet, dass es kalt wird und wir jederzeit schneien können. Wir haben die Pumpen eingeschaltet – und demzufolge haben wir heroben keinen Wassermangel.“ Die Flammen haben im Berghotel Millionenschaden angerichtet.

ORF Salzburg

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