Brand

Nö: Kleinflugzeugabsturz in Wr. Neustadt auf Gebäude des Cobra-Einsatzkommandos

Wiener Neustadt (Nö): Am 21. Oktober 2008 um 18.00 Uhr wurde die FF Wiener Neustadt mittels TUS-Alarm zu einem Brandeinsatz auf dem Gelände des Einsatzkommandos COBRA alarmiert. Sofort setzte sich ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr in Richtung COBRA in Bewegung.

Währenddessen kamen bereits die ersten Anrufe, dass es sich hier nicht um einen normalen Brand handelt, sondern ein Flugzeug auf das Dach des Verwaltungsgebäudes gestürzt ist. Sofort wurde die dementsprechende Brandstufe ausgelöst. Die FF Wiener Neustadt rückte mit einem Großaufgebot von Fahrzeugen zum Einsatz aus. Die Feuerwehren Wöllersdorf, Steinabrückl, Bad Fischau, Felixdorf, Sollenau, Theresienfeld, Frohsdorf und Katzelsdorf wurden ebenfalls alarmiert.

Bei der Ankunft der Feuerwehr war das Dach bereits großflächig in Brand. Rund 20 Beamte der COBRA waren zum Zeitpunkt des Absturzes im Gebäude. Diese konnten das Gebäude unverletzt verlasen. Vom Flugzeug selbst waren nur ein paar Wrackteile und ein Fallschirm des Leichtflugzeuges am Boden verstreut. Sofort wurde mit den Löscharbeiten über die Drehleitern und über den Dachausstieg begonnen. Schwierigkeiten ergaben sich durch die Dachkonstruktion – für die Löscharbeiten musste das Dach geöffnet werden, um die darunter liegenden Brandherde zu löschen.

Insgesamt 180 Feuerwehrmitglieder von 9 Feuerwehren waren beinahe 5 Stunden im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Bei der Besatzung handelt es sich um zwei Deutsche, die auf dem Weg nach Ungarn waren, um dort ein Flugzeug zu übernehmen. Die genaue Ursache des Absturzes ist bis dato nicht bekannt. Beide kamen beim Absturz ums Leben.
Am 22. Oktober werden von der FF Wiener Neustadt die Nachlöscharbeiten durchgeführt, die noch bis 12.00 Uhr dauern werden.

Bezirks-Feuerwehrkommando Wiener Neustadt
Freiw. Feuerwehr Wiener Neustadt

ORF-Bericht vom 21.10.2008:
Ein Sportflugzeug ist am 21. Oktober 2008 gegen 18.00 Uhr nahe des Flugplatzes Wiener Neustadt West auf das Hauptgebäude der Einsatzgruppe Cobra gestürzt. Die einmotorige Maschine brannte völlig aus und setzte auch das Dach in Brand.

Flugzeug ging sofort in Flammen auf: Ein einmotoriges Sportflugzeug stürzte in den Seitenflügel des Cobra-Gebäudes, das Flugzeug ging sofort in Flammen auf, das Feuer konnte mittlerweile gelöscht werden. Wie viele Insassen im Flugzeug waren, ist noch unbekannt. Aus dem Flugzeug ragte ein Fallschirm, offensichtlich dürfte der Pilot oder ein Passagier noch versucht haben, aus dem Flugzeug zu springen.

Pilot wahrscheinlich umgekommen: Wegen der Flammen konnte sich anfags niemand dem Flugzeug nähern, über das Schicksal des Piloten war daher zunächst nichts bekannt, er dürfte aber ums Leben gekommen sein. Derzeit versucht die Feuerwehr das Wrack mit Motorsägen zu zerteilen. Bis dato haben die Einsatzkräfte keine Leichen gefunden. Laut Angaben der Cobra befand sich niemand im Gebäude zum Zeitpunkt des Absturzes.

Cobra-Beamte seien nicht verletzt, hieß es. Bei der Maschine handelte es sich vermutlich um ein Zivilflugzug. Ob es beim Landeanflug auf den Wiener Neustädter Flughafen abgestürzte, ist noch unklar.

Wahrscheinlich im dichten Nebel verirrt: Das Kleinflugzeug sei vor dem Absturz über dem Areal gekreist, heißt es bei der Cobra. Der Pilot dürfte offensichtlich im dichten Nebel auf der Suche nach einem Landeplatz gewesen sein. Bei der Maschine handelte es sich um ein ungarisches Zivilflugzeug. Ob es beim Landeanflug auf den Wiener Neustädter Flughafen abstürzte, ist noch unklar.
200 Feuerwehrmänner kämpften gegen den Brand, die Löscharbeiten sollten bis 22.30 Uhr andauern.

Derzeit versucht die Feuerwehr, das Wrack mit Motorsägen zu zerteilen.

ORF-Update vom 22.10.2008:

Flugzeug stürzt auf Cobra-Gebäude: zwei Tote
Beim Absturz eines Kleinflugzeuges auf die Einsatz-Zentrale der Cobra in Wr. Neustadt Dienstagabend dürften zwei Flugzeuginsassen getötet worden sein. Der Pilot hatte offenbar wegen des dichten Nebels versucht notzulanden und ist abgestürzt. Es seien zwei verkohlte Leichen entdeckt worden, teilte die Einsatzgruppe Cobra am Dienstagabend mit. Die Identität der Toten sei noch unklar, es gebe auch „keine konkreten Hinweise“, hieß es. Ein in Ungarn hergestelltes Sportflugzeug stürzte am Dienstag gegen 17.40 Uhr auf das Dach des Cobra-Hauptgebäudes in Wr. Neustadt.

Cobra-Beamte wurden nicht verletzt: Nach dem Absturz des Flugzeuges brach das Flachdach der Cobra-Zentrale teilweise ein. Die Maschine brannte laut „144 – Notruf NÖ“ völlig aus. 180 Feuerwehrleute konnten den Brand nach fünf Stunden löschen. Zum Zeitpunkt des Absturzes hatten sich noch 20 Personen in dem Haus befunden. Das Gebäude wurde evakuiert, Cobra-Beamte seien nicht verletzt, hieß es.

Flugzeug kam aus Deutschland: Das Sportflugzeug hatte einen deutschen Besitzer, ob es sich dabei auch um den Piloten handelt, stand noch nicht fest. Das Flugzeug passierte am Dienstag die deutsch-österreichische Grenze, so Cobra-Chef Bernhard Treibenreif. Start- und Zielflughafen waren aber noch nicht bekannt.

Pilot versuchte noch abzuspringen: Der Pilot der einmotorigen Maschine dürfte offensichtlich im dichten Nebel auf der Suche nach einem Landeplatz gewesen sein. Dann habe der Flieger plötzlich abgedreht und sei auf das Dach gestürzt, so Walter Weninger von der Cobra. Der Pilot dürfte vor dem Aufprall noch versucht haben, mit dem Fallschirm abzuspringen, sagte Weninger.
Er dürfte es allerdings nicht geschafft haben – der leere Schirm wurde neben dem Gebäude an einer Mauer hängend gefunden.
Einsturz- und Explosionsgefahr gab es nach dem Absturz nicht. Die Flugunfallkommission nahm noch am Dienstag die Arbeit auf, am Mittwoch sollten auch Kollegen aus Ungarn eintreffen, erläuterte Cobra-Chef Bernhard Treibenreif.

ORF-Update vom 23.10.2008:

Nach dem Absturz eines Flugzeugs mit zwei Toten auf das Cobra-Gelände in Wr. Neustadt sind weitere Details bekanntgeworden. Der Pilot soll einem Zeugen zufolge kurz zuvor noch versucht haben, eine Notlandung auf einer Wiese durchzuführen. Der 41-jährige Pilot habe das vermeintliche Manöver aber nach zwei Anflügen abgebrochen, hieß es von der Polizei. Die beiden Deutschen, 41 und 56 Jahre alt, waren mit einer „Corvus Phantom“, einem einmotorigen Leichtflugzeug mit zwei Sitzen, am Dienstag in Haßfurth in Bayern gestartet. Der Zielflugplatz befand sich laut Polizeiangaben in Fertöszentmiklos in Ungarn.

Beide Insassen kamen ums Leben: Die Maschine war ab Höhe Nürnberg am österreichischen Flugradar sichtbar, im Bereich Wr. Neustadt verschwand sie vom Schirm. Gegen 17.40 Uhr stürzte das Kleinflugzeug am Dienstag auf das Dach des Hauptgebäudes der Cobra in Wiener Neustadt, die beiden Deutschen kamen dabei ums Leben.

Möglicher Grund: Orientierungsprobleme: Die Ermittlungen der Flugunfallkommission werden noch durchgeführt. Vermutet wird, dass der Pilot im dichten Nebel möglicherweise Orientierungsprobleme bekommen habe. Er dürfte mit dem Leichtflugzeug auf der Suche nach einem Landeplatz gewesen sein, als es zu dem Absturz kam.

ORF Niederösterreich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert