Oö: Hydr. Rettungsgeräte für Ersatzbeschaffung in Alkoven getestet

Alkoven (Oö): Schon vor einigen Monaten wurde in der FF Alkoven der Beschluss gefasst, das 20 Jahre im Dienst stehende Bergegerät auszuscheiden. Dass das Gerät auch in der Praxis bereits am Limit ist, wurde im Zuge einer…
… Personenrettung nach einem Unfall mit der Lokalbahn am 3. Oktober 2008 deutlich an den Tag gelegt. Die Bergeschere war an den Säulen eines 5er Golfs gescheitert.
Unabhängig von diesem Ereignis wurde für den 8. Oktober 2008 die oberösterreichische Firma Weber-Hydraulik – deren Geräte vom Landes-Feuerwehrverband auch gefördert werden – nach Alkoven geladen, um die derzeit aktuellen Produkte vorzuführen. Zu diesem Zweck standen zwei Pkw zur Verfügung bzw. auch die B-Säule des 5er-Golfs vom erwähnten Unfall.
Während an der Beschaffung des Spreizer-Modells SP 49 aufgrund der ausreichenden Spreizkraft kein Zweifel bestand, stand man bei der Schere vor der Wahl zwischen dem Standardmodell, der Rettungsscheren SP 200 – 49 und der stärkeren RS 179-105. Den ersten Eindrücken zufolge ging der Punkt in der Handhabung auf das Standardmodell, auch beim Durchtrennen der genannten B-Säule.

Dennoch möchte man auf Nummer sicher gehen und da das Gerät die nächsten Jahre doch wieder up to date sein soll, wurde schlussendlich doch die RS 179-105 für den Kauf fixiert. Leider fehlten für weitere Vergleiche weitere Fahrzeugtypen der neuen Bauart, aber aufgrund der Kräftereserve sollte die Wahl dennoch die bessere sein.
Beim Rettungszylinder fiel die Wahl auf das Modell 1450 (zweistufig). Zwar wurde auch ein Dreifachzylinder und ein größeres Modell des Zweistufenzylinders getestet, jedoch auch auf das Gewicht Rücksicht genommen. Schlussendlich soll es dem Feuerwehrmann auch möglich sein, das Gerät mit ausgestreckten Händen in schwierigen Situationen im Fahrzeug platzieren zu können, ohne das ihm dabei die Arme „abfallen“.

Abschließend gab es noch einige neue Tipps, Tricks und Hinweise, die bei den Anfang Oktober stattgefundenen Rescue-Days zutage gekommen sind. Fix ist jedoch auch, dass die Härte der Fahrzeugmaterialien die Schneidkraft der heutigen Scheren bald wieder übertreffen werden bzw. dies teilweise schon wieder getan haben. Hier wird man künftig hin vermehrt auf „Reißtechniken“ zurückgreifen müssen. D.h. es wird den mitgeteilten Informationen zufolge vermehrt mit dem Rettungszylinder gearbeitet.

Dort, wo die Schere nicht mehr durchkommt, wird per Zylinder einfach so weit gespreizt, dass das Material an der „Soll-Bruchstelle“ oder eben an der schwächsten Stelle abreißt.
