Sbg: Großbrand im Sägewerk „Klappacher“ – Alarmstufe 4 in Grödig

Grödig (Sbg): Am Morgen des 21. September 2008 brannte ein Sägewerk im Ortsteil St. Leonhard. Die Freiwillige Feuerwehr Grödig wurde um 05:17 Uhr von der LAWZ Salzburg zu diesem Einsatz alarmiert. Während der Anfahrt bzw. kurz nach dem Eintreffen wurde sofort Alarmstufe 4 ausgelöst, da das Produktionsgebäude bereits in Vollbrand stand.
Gemeinsam mit den Feuerwehren Fürstenbrunn, Anif, Niederalm, Eugendorf (ELF Flachgau), Seekirchen (Atemschutzfahrzeug) und den Feuerwehren aus dem benachbarten Bayern (Markt Schellenberg und Berchtesgaden) konnte ein Übergreifen auf die nur teilweise 2 m entfernten Nachbarobjekte verhindert werden. Insgesamt waren 141 Feuerwehrmänner im Einsatz.

ORF-Beitrag:
In Grödig-Gartenau (Flachgau) hat es am Sonntag, dem 21. September 2008, einen Großbrand im Sägewerk Klappacher gegeben. Das Feuer brach kurz vor sechs Uhr früh aus. Die Feuerwehren Grödig, Anif, Fürstenbrunn und Niederalm waren im Großeinsatz.

Insgesamt bekämpften rund 200 Feuerwehrleute den Brand. Das eingelagerte Holz schwer zu löschen, außerdem bedrohten die Flammen auch angrenzende Gebäude, schildert der Flachgauer Feuerwehrkommandant Hermann Kobler: „Auch ein neben dem Sägewerk stehendes Wohnhaus samt Nebengebäude waren stark gefährdet und auch schon etwas angebrannt. Aber meine Leute hatten rasch im Griff.
Menschen waren aber nicht in Gefahr – auch nicht jene, die in dem gefährdeten Gebäude wohnen. Sie konnten die Häuser rasch verlassen und allesamt gerettet werden. Der Seniorchef hat allerdings einen leichten Schock erlitten.“

13 Bewohner in Sicherheit gebracht: Insgesamt wurden 13 Bewohner in Sicherheit gebracht. Bei den Löscharbeiten sind auch mehrere Gasflaschen von dem brennenden Firmengelände geborgen worden. Explosionsgefahr habe aber nicht bestanden, sagt Feuerwehrkommandant Kobler.
Zubringung des Löschwassers war schwierig: Schwierigkeiten bei den Löscharbeiten habe neben der starken Rauch- und Hitzeentwicklung vor allem die Wasserzubringung für die Löscharbeiten bereitet, schildert Markus Schwab von der Feuerwehr Grödig:

„Der Almkanal, der entlang des Ortsgebiets von Grödig ein wichtiger Wasserzubringer für die Löscharbeiten ist, ist praktisch leer.
Dadurch mussten wir das Löschwasser aus der Königsee-Ache heran transportieren, was doch einen deutlich weiteren Weg bedeutet“
Lenker schlug Alarm: „Viele fuhren vorbei“: Den Brandalarm hat in den frühen Morgenstunden Werner Queder ausgelöst, der zufällig mit seinem Auto unterwegs war und das Feuer von der Straße aus bemerkte: „An der Kreuzung dachte ich mir: da passt irgend etwas nicht, weil es derart stark raucht. Dann habe ich sofort die Feuerwehr angerufen. Dann bin ich sofort zu den Häusern gerannt und habe die Bewohner heraus geläutet.

Aber bei den Häusern war es derart brennheiß, dass es kaum auszuhalten war.
Es sind ungefähr 30 andere Autos vorbei gefahren, aber bis auf einen Taxifahrer hat keiner angehalten.
