USA: Nach „Ike“ -> Größte Rettungsaktion aller Zeiten in Texas
Texas (USA): Nach dem Zerstörungszug des Hurrikans „Ike“ hat an der texanischen Golfküste ein Wettlauf mit der Zeit begonnen. In der größten Rettungsaktion in der Geschichte des Bundesstaates suchen Einsatzkräfte nach Opfern und Überlebenden.
Etwa 140.000 Bewohner hatten sich Zwangsevakuierungen widersetzt. Laut Behörden wurden bis Sonntag früh weit über 900 Menschen aus den überfluteten Gebieten geborgen.
Die Behörden befürchten Schäden von mehr als 15 Milliarden US-Dollar (11 Milliarden Euro). „Die Such- und Rettungsaktion hat höchste Priorität“, sagte US-Präsident Bush am Sonntag. Danach müsse die Wasserversorgung und das Abwassersystem wiederhergestellt werden. Er wolle die Katastrophenregion an diesem Dienstag besuchen, sagte Bush, der zuvor 29 Landkreise zum Katastrophengebiet erklärt hatte.
Die Zahl der Todesopfer durch „Ike“ wurde zunächst mit mindestens vier angegeben. Aus der Luft und von Land versuchten die Behörden, die Schäden des Wirbelsturms abzuschätzen. Millionen Menschen waren ohne Strom.
Etwa 800 Kilometer Küste in Texas und Louisiana wurden überschwemmt, 100.000 Häuser standen im Wasser. Besonders von Überflutungen betroffen ist Galveston, etwa 30 Kilometer südöstlich von Houston gelegen. Die Zerstörungen um die Inselstadt sind der Zeitung „Houston Chronicle“ zufolge so schwer wie bisher bei keinem anderen Sturm. Zehn Gebäude brannten nieder, andere wurden durch den Hurrikan zerstört. Einsatzkräfte gingen am Wochenende dort mühselig von Tür zu Tür, um Überlebende oder auch Opfer aufzuspüren. Die Suchaktion wird mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Unterdessen schwächte sich „Ike“ nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums (Miami) zu einem tropischen Tief ab und bewegte sich nach Nordosten. Über Land sollte der Sturm weiter an Kraft verlieren.
