Brand

Tirol: Lkw brannte nahe Tankstelle in Schönberg -> Und allen war’s egal

Schönberg (Tirol): Am Samstagvormittag, 6. September 2008, verursachte ein brennender Lkw einen kilometerlangen Stau auf der Brennerautobahn bei Schönberg. Die Befürchtung, es würde sich um einen Gefahrenguttransport handeln, stellte sich als falsch heraus.

Samstagvormittag war der holländische Lkw in Richtung Italien auf der Brennerautobahn unterwegs, als der Fahrer plötzlich Rauch bemerkte. Der Holländer versuchte noch, sein Fahrzeug zum nächsten Parkplatz zu chauffieren. Da aber bereits kurz vor der Ausfahrt Stubaital Flammen aus dem Lkw schlugen, konnte der Fahrer nur noch rechts stehen bleiben und sich möglichst schnell vom Lkw entfernen.

Da eine undefinierbare Flüssigkeit aus dem Lkw auslief und sich das Fahrzeug in unmittelbarer Nähe zu einer Tankstelle befand, wurde die Situation zunächst als sehr gefährlich eingestuft.
Die Feuerwehren aus Schönberg und Steinach konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Es stellte sich heraus, dass der holländische Lkw Stahl und eine blaue Reinigungsflüssigkeit geladen hatte, die ungefährlich war. Andere Autos wurden nicht gefährdet. Es entstand ein zehn Kilometer langer Stau, der sich nur langsam auflöste.

TT.com

Gleichgültige Gesellschaft:
Leser HBI Alexander Führlinger (Kommandant der FF Gramastetten, Oberösterreich) schickt uns dazu – neben den Fotos – folgende Anmerkung: Als ich gestern in Tirol war, machte ich eine Pause an der Raststation Schönberg/Brenner. An der gegenüberliegenden Tankstelle sah ich eine leichte Rauchentwicklung an einem abgestellten Lkw. Daraufhin setzte ich den Notruf ab. Anschließend konnte ich den Verlauf des Lkw-Brandes mit der Kamera meines Mobiltelefons festhalten.

Merkwürdig an diesem LKW Brand war, dass der LKW Lenker nicht zu sehen war und auch sonst niemand etwas unternahm, die Flammen zu Beginn des Brandes mit einem Feuerlöscher einzudämmen, obwohl an der Tankstelle ja bei jeder Zapfsäule ein 6 kg Löscher hängt. Der Lkw stand direkt an der Zufahrt der Tankstelle neben einer Lärmschutzwand. Der „Tankbetrieb“ an der max. 15 m entfernten Tankstelle lief einfach weiter.

Das hier nicht mehr passiert ist, ist den glücklichen Umständen zu verdanken. dass die Windrichtung passte und die Feuerwehr nach ca. 10 min. am Einsatzort eintraf. Die Gleichgültigkeit unserer Gesellschaft ist im wahrsten Sinn des Wortes alarmierend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert