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Oö: Heftige Kritik an Lärmschutzwänden -> Bis 5,5 m hoch!

Linz (Oö): Einmal mehr stehen die Lärmschutzwände an den Autobahnen im Kreuzfeuer. Entlang der Mühlkreisautobahn beim Knoten Linz werden die Lärmschutzwände erhöht und auch zusätzliche errichtet.

Zwei Meter hoch sind die Lärmschutzwände an der A7 beim Knoten Linz bereits, bis Dezember sollen sie fünfeinhalb Meter hoch werden. Bei den Rampen von der A7 auf die A1 sollen weitere Wände errichtet werden, auch zwischen den Fahrbahnen. Diese Wände sollen vier Meter hoch werden. Die ASFINAG rechtfertigt die erhöhten und neuen Lärmschutzwände mit lärmtechnischen Erfordernissen, die durch eine Dienstanweisung aus dem Verkehrsministerium vorgegeben sind. Die Kosten für die neuen Lärmschutzwände beim Knoten Linz sollen rund drei Millionen Euro betragen. Erst im Frühjahr hatte der Rechnungshof die hohen Kosten für Lärmschutzwände kritisiert. Für Umweltschutzmaßnahmen, und darunter fallen die Lärmschutzwände, hatte die ASFINAG zwischen 2000 und 2006 248 Millionen Euro ausgegeben. Ob und wie weit diese Maßnahmen zum Lärmschutz beigetragen haben, sei allerdings nicht entsprechend nachgewiesen worden, so die Kritik des Rechnungshofes.

Probleme für Rettungshubschrauber: Kritik am Wildwuchs bei den Lärmschutzwänden kommt auch von den Einsatzorganisationen. So sei die Landung eines Rettungshubschraubers zwischen den Wänden deutlich schwieriger.

„Sinnlose Verwendung von Steuergeld“: Laut Feuerwehrreferent und Landesrat Josef Stockinger (ÖVP) werden die Feuerwehren erst dann befragt, „wenn es einen Unfall gibt und wenn es Probleme gibt“. Für Stockinger sind die Lärmschutzwände „sinnlose Verwendung von Steuergeld“.
„Ich möchte kein Oberösterreich haben, wo man in einem Schlauch durch unser schönes Land fährt“, fuhr Stockinger im Interview mit dem ORF Radio Oberösterreich vor. Stockinger forderte auch ein „klares Wort des Verkehrsministers“ zum Thema „keine Lärmschutzwände ohne Zustimmung“ und „ein Bremsen dieser Unsinnsentwicklung, dass wir schon Sträucher mit Lärmschutzwänden schützen“.

ORF Oberösterreich

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