Vlbg: Feuer in Jüdischer Schule in Hohenems
Hohenems (Vlbg): Bei einem Brand in der Jüdischen Schule in Hohenems ist am Montag, 01. September 2008 der Dachstuhl des historischen Gebäudes zerstört worden.
Das Feuer entstand laut Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) bei Flämmarbeiten. Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
„Schaden ist enorm“
Das Feuer brach gegen 14.30 Uhr bei Flämmarbeiten aus, das denkmalgeschützte Gebäude wird derzeit renoviert. Laut dem Inhaber der Jüdischen Schule, dem Investor Gerhard Lacha, ist der Schaden am Gebäude enorm. Die genaue Schadenshöhe könne aber noch nicht beziffert werden. Wichtig sei es nun, das Dach so schnell wie möglich abzudichten, damit der Schaden nicht noch größer werde.
Stadtzentrum musste gesperrt werden
Drei Feuerwehren waren im Einsatz, das Feuer konnte innerhalb von zwei Stunden gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Das Stadtzentrum von Hohenems musste während der Löscharbeiten vorübergehend für den Verkehr gesperrt werden.
Kernstück des historischen Stadtteils
Das Schulgebäude wurde in den Jahren zwischen 1824 und 1828 errichtet. Seit 1851 war in dem Gebäude die „Israelitische Bürgerschule“ untergebracht, die einen hervorragenden Ruf genoss. Die Schule wurde 1913 geschlossen.
Die Jüdische Schule ist gemeinsam mit der Synagoge das „Kernstück“ des historischen Stadtteils von Hohenems.
Renovierung des jüdischen Viertels
Die Stadt Hohenems versucht gemeinsam mit dem Investor Lacha & Partner GmbH, das jüdische Viertel wiederzubeleben. Unter anderem soll auch die Jüdische Schule renoviert werden.
Die Umbauarbeiten begannen im Frühjahr 2008, im Erdgeschoß soll ein Gastronomiebetrieb einziehen, im Dachgeschoß ist ein Veranstaltungssaal vorgesehen. Die Fertigstellung des 1,5 Mio. Euro teuren Projekts war für Dezember geplant.
