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Japan: Fast 600,000 Beteiligte an Erdbebenübung

Japan: An einer umfangreichen Erdbebenübung haben fast 600.000 Menschen aus allen Teilen Japans teilgenommen. Tausende von Soldaten, Polizisten, Beamte der Küstenwache und Feuerwehrleute beteiligten sich an dem Manöver.

Fast 600.000 Menschen in ganz Japan haben an einer umfangreichen Erdbebenübung teilgenommen. Der Test fand am 85. Jahrestag des großen Bebens von Kanto statt, dem am 1. September 1923 mehr als 140.000 Menschen zum Opfer fielen. Der damalige tödliche Erdstoß hatte die Stärke 8,3. Jetzt wurde für den Katastrophenfall eines doppelten Bebens der jeweiligen Stärke 8,6 geprobt.

Tausende von Soldaten, Polizisten, Beamte der Küstenwache und Feuerwehrleute nahmen an dem Manöver teil. Ministerpräsident Yasuo Fukuda hielt derweil eine Notstandssitzung seines Kabinetts ab. Experten vermuten, dass bei einem so schweren Erdbeben wie dem simulierten selbst bei modernster Bautechnik und guter Vorbereitung rund 18.000 Menschen ums Leben kommen würden.

Am 31. August 2008 hatten bereits 15.000 Menschen an einer ähnlichen Übung teilgenommen, die sich ausschließlich auf den Großraum der Hauptstadt Tokio erstreckte. Dabei wurde auch die Evakuierung von Schiffen erprobt. Japan liegt in einer geografischen Zone, in der es immer wieder zu heftigen Erdbeben kommt. 1995 wurden in der westlichen Hafenstadt Kobe bei einem Erdstoß der Stärke 7,2 rund 6.400 Menschen getötet.

Neue Züricher Zeitung

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