Oö: Bergung verhungerter Rinder in Pfarrkirchen

Pfarrkirchen (Oö): In Pfarrkirchen im Mühlkreis (Bezirk Rohrbach) scheint sich am Freitag, dem 30. Mai 2008, in einem Bauernhof eine Tiertragödie abgespielt zu haben.
Sieben Feuerwehren sind derzeit im Einsatz, um zwölf verendete Kühe aus dem Stall zu räumen.
Zwölf Rinder verhungert
Eine Tiertragödie solcher Dimension sei ihr bisher noch nie zu Ohren gekommen, so Wilbirg Mitterlehner, Bezirkshauptfrau von Rohrbach. Insgesamt sind zwölf Rinder, zehn Hühner und eine Katze in dem abgelegenen Bauernhof verhungert. Die ersten Tiere dürften bereits vor drei Monaten gestorben sein, die letzten verendeten vor gut zehn Tagen. Damit hat kein einziges Tier des 48-jährigen Landwirts überlebt.

Psychische Probleme
Der Vollerwerbsbauer dürfte unter psychischen Problemen leiden, die ihm die Versorgung seiner Tiere unmöglich gemacht haben. Noch am Donnerstagabend, nachdem die Polizei nach einem anonymen Hinweis zum Bauernhof fuhr und die toten Tiere fand, ist der 48-Jährige ins Krankenhaus gefahren. Dort wird der Mann nun stationär behandelt.

Tierhaltungsverbot
Heute mussten 45 Feuerwehrmänner unter schwerem Atemschutz die toten Tiere aus den Ställen bringen. Anschließend wurde alles desinfiziert. Dem 48-Jährigen wird für die kommenden Jahre ein Tierhaltungsverbot auferlegt.
