Brand

Deutschland: Feuer in der Turnhalle des Carl-Humann-Gymnasiums in Essen

Essen (Deutschland): In der Turnhalle des Carl-Humann-Gymnasiums in Essen-Steele ist am Morgen des 21. Mai 2008 ein Brand ausgebrochen. Eine zwölfjährige Schülerin zog sich im Freien eine leichte Rauchvergiftung zu und wurde in eine Klinik transportiert.

Die genaue Brandursache steht derzeit noch nicht fest, die Polizei ist vor Ort und ermittelt. Zum Zeitpunkt des Brandes waren zwei Arbeiter damit beschäftigt, die Tore zu den Geräteräumen innerhalb der Halle auszubauen, als sie plötzlich Brandrauch bemerkten und den Hausmeister informierten. Der wiederum alarmierte die Feuerwehr. Die Rauchentwicklung war bereits so intensiv, dass der Schulleiter die Schülerinnen und Schüler aufforderte, die bereits begonnene Pause nicht auf dem Hof, sondern im Schulgebäude zu verbringen.

Trotz geschlossener Fenster und Türen zog der Brandrauch kurz darauf aber auch dort hinein. So wurde dann nach Rücksprache mit der Einsatzleitung der Feuerwehr das Gebäude geräumt und etwa 450 Schüler in die Freizeit entlassen. Für sie bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Auch die landesweiten Lernstandserhebungen der achten Klassen ließ Schulleiter Elmar Stuckmann abbrechen. Zeitgleich lief natürlich eine umfangreiche Brandbekämpfung an. Die etwa 30 Meter breite und 20 Meter tiefe Halle wurde 1974 erbaut und ist mit einem Schwingboden Boden ausgestattet. Im etwa 15 Zentimeter hohen Hohlraum unterhalb dieses Bodens breitete sich das Feuer rasch aus und verursachte eine intensive Rauchentwicklung. Nachdem mehrere Fenster und Dachluken geöffnet worden waren, zeigte der Einsatz der Überdruckbelüfter erste Wirkung, der Brandrauch zog ins Freie und verursachte eine Sichtbehinderung.

Die Brandbekämpfung gestaltet sich als ausgesprochen schwierig, der Hallenboden muss Stück für Stück mit Sägen aufgeschnitten werden. Erst dann können die Flammen mit Wasser und Schaum erstickt werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Hallenboden zu 100 % zerstört werden wird. Ob und wie weit die Bausubstanz beeinträchtigt ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Auf die Frage, wo der VV Humann denn in Zukunft trainieren könne, sagte Elmar Stuckmann: „Glücklicherweise haben wir noch eine zweite Halle, und außerdem ist die Saison gerade beendet“.

Update vom Abend des 21. Mai: Um vollständige Sicherheit zu erlangen, wird jetzt der gesamte Hallenboden, immerhin 600 m², abgetragen. Nachdem stundenlang Belüftungsgeräte liefen, können die Einsatzkräfte, die mittlerweile von der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt werden, auch ohne Atemschutzgeräte in die Turnhalle hinein. Eine große Erleichterung verschafft der Einsatz eines Minibaggers, der den Boden Stück für Stück aufreist. Mit Schubkarren transportieren die Männer und Frauen der Feuerwehr das hölzerne Material ins Freie, wo es noch einmal mit Wasser benetzt wird. Ein ordentlicher Haufen liegt bereits auf dem Schulhof.

In der Halle herrscht eine eigenartige Atmosphäre. Wo sonst der VV Humann trainiert oder Sportunterricht läuft, dröhnt jetzt der Bagger. An manchen Stellen ist der Betonboden noch so warm, dass das Löschwasser verdampft. Wann die Halle wieder zu nutzen sein wird, steht noch nicht fest. Auch zur Höhe des Sachschadens gibt es keine Angaben. Sicher ist aber, dass das 12-jährige Mädchen, welches mit dem Verdacht auf eine leichte Rauchvergiftung ins Krankenhaus transportiert werden musste, nach ambulanter Behandlung bereits wieder zu Hause ist.

In der heißen Phase waren mehr als 60 Einsatzkräfte vor Ort, die Summe aller am Einsatz beteiligten Frauen und Männer liegt bei etwa 125 Frauen und Männern, die insgesamt 70 Pressuftatmer verbrauchten.

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