Oö: Hilfeleistungseinsatz bei Bauernhofgroßfeuer in Adlwang – 300 Schweine tot

Bad Hall / Adlwang (Oö): Als Teil der Alarmstufe 2 der Feuerwehr Adlwang wurde zu einem Vollbrand bei einem landwirtschaftlichen Anwesen in Adlwang gerufen. Bereits auf der Anfahrt konnten bei hellichtem Tag den Feuerschein und die immense Rauchsäule sehen.
Die Bad Haller Feuerwehrkräfte waren mit RLFA am Brandobjekt zur direkten Brandbekämpfung (B, C, HD Rohre) eingesetzt. Weiters wurde im späteren Verlauf auch noch ein Angriff über die Drehleiter vorgenommen. Mit den Pumpenfahrzeugen waren sie integraler Bestandteil der Relaisleitungen, die zum Brandobjekt geführt wurden. Ingesamt waren 15 Feuerwehren der Alarmstufen 1,2 und 3 im Einsatz.
Freiw. Feuerwehr Bad Hall
Freiw. Feuerwehr Adlwang

ORF-Bericht:
Ein Vierkanthof ist am Sonntagnachmittag, demm 18. Mai 2008, in Adlwang (Bezirk Steyr-Land) bei einem Großbrand völlig zerstört worden. 600 bis 800 Schweine befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers in den Stallungen.

Kurz vor 15.00 Uhr dürfte das Feuer in dem landwirtschaftlichen Anwesen ausgebrochen sein. Binnen kürzester Zeit stand das Wirtschaftsgebäude des Vierkanters in Flammen. Rasch griff der Brand auch auf das Wohngebäude und sechs angrenzende Silos über. 600 bis 800 Zucht- und Mastschweine waren in den Stallungen eingeschlossen. Ein Großteil der Tiere dürfte gerettet worden sein, einige sind laut Auskunft der Feuerwehr aber in den Flammen umgekommen.

Schwierige Löscharbeiten: Die Löscharbeiten gestalteten sich für die 15 Feuerwehren mit ihren insgesamt 250 Mann äußerst schwierig, da es Probleme mit der Wasserversorgung gab und das Löschwasser erst mit Tankwägen gebracht werden musste. Gegen 17.00 Uhr konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Über die Ursache und Schadenshöhe war vorerst noch nichts bekannt, der Bauernhof dürfte aber zur Gänze vernichtet wurden sein.
ORF-Update per 19. Mai 2008:
Zündelnde Kinder lösten Großbrand aus
Die Ursache für den Großbrand eines Bauernhofes im Bezirk Steyr-Land am Wochenende ist geklärt. Zwei Kinder der Landwirte zündelten auf dem Heuboden und lösten so das Feuer aus.
Zwei der vier Kinder des Landwirtsehepaares, ein sechsjähriger Bub und seine vierjährige Schwester haben laut Polizei am Heuboden mit einem Feuerzeug gespielt und dabei unversehens den verheerenden Brand ausgelöst. Verletzte gab es keine. Aber 15 Feuerwehren mit 250 Mann konnten nicht verhindern, dass große Teile des Bauernhofes ein Raub der Flammen wurden.

Von den rund 800 Schweinen am Hof kamen etwa 300 Tiere in den Flammen um, 500 konnten vorerst gerettet werden. Bei vielen Tieren könnten die Rauchgase aber noch Nachwirkungen zeigen. Der Schaden ist enorm und dürfte sich auf etwa eine Million Euro belaufen.
