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Feuerwehrleute im Einsatz müssen trinken – Nützliche Tipps

Immer wieder kann man z.B. bei länger anhaltenden und Kräfte zehrenden Brandeinsätzen feststellen, dass Feuerwehrleute selbst zum Patienten werden. Hohe Wasser- und Elektrolythverluste sind oftmals die dem Geschehen zugrunde liegende Ursache.

Selten habe ich an entsprechenden Einsatzorten die Ausgabe von Getränken beobachten können. Ähnlich wie bei Leistungssportlern, ist aber die Zufuhr von geeigneten Getränken erforderlich, um die Stoffe zu ersetzen, die der Feuerwehrmann bei seiner schweißtreibenden Arbeit verliert. Überwiegend ist das Wasser – leicht bis zu vier Liter in der Stunde, abhängig von der Dauer und körperlichen Intensität der Betätigung. Auch die Temperatur spielt hier eine maßgebliche Rolle. Verloren gehen aber nicht nur Wasser, sondern insbesondere auch Mineralstoffe, ohne die eine optimale Körperfunktion nicht möglich ist. Das sind im wesentlichen Natrium, Magnesium, Kalium und Kalzium.

Verstärkte Wasser und Elektrolythverluste, können zu erheblichen Funktionsstörungen der Organe führen. Vor allem das zentrale Nervensystem, sowie Herz und Kreislauf sind betroffen. Die Auswirkungen können sein: Krampfanfälle, Blutdruckabfall, Kollaps oder Schock bis hin zu Delirium oder Koma.

Mit der frühzeitigen Zufuhr von geeigneten Getränken, lassen sich solche Störungen vermeiden. Es gibt spezielle für Hochleistungssportler. In so genannten isotonischen, bzw. hypotonischen Getränken ist der Anteil gelöster Substanzen wie z.B. Zucker und Mineralstoffen ähnlich wie im Blut. (gleich oder etwas geringer) Die Flüssigkeit wird dadurch schneller vom Körper aufgenommen. Solche Getränke beinhalten in der Regel vier bis zehn Prozent Kohlehydrate und etwa 150 mg Natrium pro Liter.

Eine gleichzeitige Aufnahme von Natrium und Glukose, einem Baustein der Kohlehydrate, führt zu einer nahezu optimalen Aufnahme von Wasser, dass ja möglichst schnell in die Zellen gelangen soll. Für Feuerwehrleute im harten Einsatz, wäre eine solche „spezielle Limonade“ eine Möglichkeit, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Als geeignetes Getränk, könnte man die Apfelschorle, im Mischungsverhältnis drei bis vier Anteile Wasser und einem Anteil Saft empfehlen.

Um den gewünschten Effekt zu erzielen, sollte das Mineralwasser etwa 150 mg Natrium und mindestens 50 mg Magnesium pro Liter enthalten. Weiterhin zu beachten wäre, dass eine angemessene Flüssigkeitszufuhr schon vor den Einsätzen erfolgt – nämlich über den Tag verteilt. Das gewährt dann eine nahezu optimale Leistungsfähigkeit.

Grundsätzlich falsch ist es zu warten, bis der Durst eintritt. Dann ist es längst zu spät, denn die Wasseraufnahme durch den Körper dauert mindestens 20 bis 30 Minuten.

Bericht: Alfred Brandner
Alfred Brandner ist Rettungsassistent / Taekwondo – Meister Grad. World (Taekwondofederation)

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