Sbg: Kuh in Almkanal -> Rettungsaktion durch die Feuerwehr
Salzburg: In der Nacht auf Donnerstag, dem 8. Mai 2008, wurden Polizei und Feuerwehr gegen 1:30 Uhr zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen: Eine Kuh hatte sich in den Almkanal „verirrt“.
In der Nähe der Pflegerbrücke wurde versucht, die Kuh mittels Strick zu bergen, was aber zunächst misslang. Das Tier machte kehrt und marschierte die Alm flussabwärts Richtung Erlenweg. Dort gelang es die Kuh mit Hilfe eines Stricks zu sichern. Ihr war es aber auf Grund der steilen Böschung nicht möglich an Land zu kommen und dem Tier ging zusehends die Kraft aus.
Die Kuh konnte schließlich in einen Zufluss der Alm geführt werden, wo nach 50 Metern eine „Ausstiegstelle“ vorhanden war. Nach längeren Kraftanstrengungen von Feuerwehr und Polizei, gelang es die Kuh um ca. 2:45 Uhr unverletzt an Land zu bringen. Ihr Besitzer konnte ausgeforscht werden.
ORF-Bericht:
Ein im Almkanal „badendes“ und nach Stunden seiner Odyssee sehr erschöpftes Kalb wurde in der Nacht auf Donnerstag von Salzburger Polizisten in Obhut genommen und ihrem Besitzer in Anif (Flachgau) zurückgebracht.
Es war gegen halb zwei Uhr früh, als eine Patrouille der Salzburger Polizei zum Almkanal in die Erlenstraße gerufen wurde. Dort solle sich eine Kuh im Wasser befinden, hieß es laut Alarmierung. Als die Beamten eintrafen, spazierte das Tier tatsächlich bis an die Brust im Wasser in Richtung Pflegerbrücke. Dort gelang es den Polizisten, das ausgebüchste Kalb anzuhalten und zu beruhigen. Es machte jedoch einen sehr erschöpften Eindruck. Es habe immer wieder vergeblich versuchte, die sehr steile Uferböschung zu überwinden, um trockenes Gelände zu erreichen, steht im Polizeibericht. Dann jedoch machte das frustrierte Tier kehrt und marschierte wieder in die Gegenrichtung. Nach kurzer Rast gelang es Polizisten, das Kalb an einem Strick zu einem Zufluss des Almkanals zu führen, wo es eine Stelle gibt, an der das Kalb sein Bad verlassen konnte. Um 2.45 Uhr sei das Tier sicher an Land gewesen, meldet die Polizei. Dann begann die schwierige Suche nach dem Besitzer. Nachdem mehrere Landwirte im Umland der Stadt Salzburg abgeklappert waren – keinem fehlte ein Kalb, wurde dann ein Landwirt („Mindlbauer“) in Salzburg-Anif (Flachgau) als rechtmäßiger Besitzer ausgeforscht. Das Jungtier steht nun seit Donnerstagfrüh wieder in seinem regulären Stall.
