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Indien: 44 Kinder sterben bei Schulbusunfall -> Kritik an den Rettungskräften

Indien: Bei einem Schulbusunfall in Indien sind am Mittwoch, dem 16. April 2008, mindestens 44 Kinder und 3 Erwachsene ums Leben gekommen. Mehrere Kinder würden noch vermisst, sagte die Polizei des Gliedstaates Gujarat.

Mindestens 47 Personen, unter ihnen 44 Kinder, sind am Mittwoch im Nordwesten Indiens bei einem Schulbusunfall ums Leben gekommen. Mehrere Kinder werden weiterhin vermisst. Der Bus kam auf einer Brücke von der Straße ab und stürzte in einen Kanal. Der Unfall ereignete sich in Vadodara, rund 90 Kilometer südwestlich der Wirtschaftsmetropole Ahmedabad. In dem Bus sassen mehr als 60 Kinder und mehrere Passagiere aus Dörfern in der Umgebung. Der Fahrer habe die Kontrolle verloren, nachdem ein Reifen geplatzt sei, sagte die Polizei. Das Fahrzeug durchbrach demnach die Betonmauer der Brücke und rutschte in das Gewässer. Neben dem Fahrer kamen dessen Assistent sowie eine Frau ums Leben.

Hilfe kam zu langsam: Verärgerte Dorfbewohner sagten, viele Kinder hätten gerettet werden können, wenn Feuerwehr und Polizei schneller angerückt wären. „Zwei Stunden lang musste ich zusehen, wie die Kinder im Fluss trieben, aber niemand kam, um uns zu helfen“, sagte Rambhai Thakore, ein Bewohner des Dorfes Bamroli, aus dem 15 Mädchen in dem Bus stammten. „Die Kinder haben um Hilfe geschrien und versuchten zu schwimmen, aber alle sind vor unseren Augen gestorben“, erzählte Dharaji, die zwei Töchter bei dem Unfall verlor.
Ein Mädchen, das in den hinteren Reihen des Busses Platz gefunden hatte, schilderte, wie sich das Fahrzeug plötzlich nach vorne neigte. „Ich sah, wie alles draussen im Fluss schwamm. Ich versuchte, einen Freund mit mir zu ziehen, aber ich konnte nicht schwimmen mit ihm im Schlepptau“, sagte die 13-jährige Sunil Thakore. Den Eltern zufolge sollten einige der Kinder am Mittwoch ihre diesjährigen Abschlussprüfungen ablegen

Neue Züricher Zeitung

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