Schweiz: Massenkarambolage auf der A9 in der Waadt
Kanton Waadt (Schweiz): Bei einer Massenkarambolage auf der A9 oberhalb von Lutry im Kanton Waadt ist am Mittwoch, dem 9. April 2008, eine Person uns Leben gekommen.
18 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. In den Unfall waren nicht weniger als 64 Autos und fünf Lastwagen verwickelt. Beim Toten handelt es sich um einen 44-jährigen Lastwagenfahrer aus dem Kanton Waadt. Drei Personen wurden schwer verletzt. Sie mussten von der Feuerwehr aus ihren Autowracks befreit werden. Alle anderen Personen erlitten nur leichte Verletzungen. Der Unfall geschah kurz nach 14 Uhr bei Regen und Nebel auf einer Autobahnbrücke oberhalb des Lausanner Vororts Lutry. Einen Kilometer nach der Unfallstelle war der gesamte Verkehr wegen Unterhaltsarbeiten auf eine Fahrbahn geleitet worden. Die Polizei schliesst nicht aus, dass sich die Autos deshalb im Unfallbereich zu Stauen begannen und dass dies den Unfall auslöste.
Folgeunfall mit zwölf Autos
Nach der Karambolage blieb die A9 in diesem Bereich in beiden Richtungen für mehrere Stunden gesperrt. Auf dem lokalen Strassennetz kam es zu grossen Verkehrsbehinderungen. Wegen der Karambolage kam es zu einem zweiten Unfall, in den zwölf weitere Fahrzeuge verwickelt waren. Auf den Fahrspuren Richtung Lausanne richteten die Rettungskräfte eine vorgeschobene Sanitätsstelle ein, wo die Verletzten erste Hilfe erhielten und später in die umliegenden Spitäler überführt wurden. Rund 170 Rettungskräfte waren im Einsatz. Für Auskünfte richtete die Polizei eine Hotline ein. Der vor Ort anwesende Waadtländer Polizeikommandant Eric Lehmann rief die Auto- und Lastwagenfahrer auf, angesichts der herrschenden Verhältnisse mit Regen und Nebel besonders vorsichtig zu fahren. Die Polizei hofft, die Autobahn noch am Mittwochabend wieder für den Verkehr freigeben zu können.
