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Oö: Reisebus auf Westautobahn bei Sipbachzell umgekippt -> 1 Toter, 30 Verletzte

Sipbachzell (Oö): Ein schwerer Unfall eines polnischen Reisebusses auf der A1 (Westautobahn) Samstagfrüh, 29. März 2008, hat ein Menschenleben gefordert. Bei dem Unglück wurden zudem 30 weitere Personen verletzt.

Vier Schwerverletzte:Die Ursachen für den folgenschweren Unfall sind laut Autobahnpolizei Haid noch nicht klar. Laut ÖAMTC wurden vier Menschen schwer verletzt. Eine 20-jährige Polin wurde ins Linzer Unfallkrankenhaus geflogen und eine etwa 70-jährige Polin ins AKH Linz. Zwei weitere Schwerverletzte wurden per Notarztwagen ins AKH Wels transportiert.

Großteil der Opfer Pensionisten: Die Insassen des Busses waren nach Auskunft der Autobahnpolizei durchwegs polnische Staatsbürger, der Großteil von ihnen Pensionisten.

Plötzlich von Fahrbahn abgekommen: Der Bus war bei Kilometer 188,5 im Bezirk Wels von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. An dem Unfall waren keine anderen Fahrzeuge beteiligt. Sekundenschlaf des Fahrers konnte „nicht ausgeschlossen“ werden. Das Rote Kreuz, Feuerwehr und Polizei waren im Großeinsatz.

A1 in Fahrtrichtung Salzburg gesperrt: Die Westautobahn wird in Fahrtrichtung Salzburg voraussichtlich noch bis Mittag gesperrt bleiben. Der ÖAMTC erwartet größere Verkehrsbehinderungen.

Bericht des Bezirks-Feuerwehrkommandos Wels-Land:
Dem Einsatzstichwort nach, wurden in Summe 4 Feuerwehren (FF Sipbachzell, FF Leombach, FF Sattledt, FF Allhamming) auf den Abschnitt des Pflichtbereiches Sipbachzell alarmiert. Die Hauptaufgabe der 87 Feuerwehrkräfte war vor allem die Absicherung der Unfallstelle sowie das Aufbauen eines umfangreichen Brandschutzes.

In weiterer Folge wurde auch dem Roten Kreuz beim Versorgen und Abtransport der über 30 Verletzten geholfen. Hierbei galt vor allem den 6 Schwerverletzten besondere Aufmerksamkeit. Schwierig gestallte sich auch die Bergung des Todesopfers, da dieses teilweise vom Autobus bedeckt war. Ein effektiver Zugang konnte erst nach dem Aufstellen des Unfallfahrzeuges geschaffen werden.

Einige wenige Insassen des polnischen Autobusses kamen mit dem Schrecken davon – diese wurden mit einem Reisebus auf die Rot-Kreuz-Dienststelle Neuhofen gebracht, wo sie mit Getränken und einem Frühstück versorgt und mittels Dolmetscher betreut wurden. Die Autobahn war für die gesamte Dauer gesperrt, da auch der Rettungshubschrauber Christopherus 10 im Einsatz stand und die A1 als Landeplatz nutzte.

Laut ersten Informationen wäre die Reisegruppe von Polen auf den Weg nach Oberitalien gewesen um dort Ski- bzw. Snowboard zu fahren. Seitens des Bezirkskommandos Wels Land, war auch Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Johann Gasperlmair sowie Bezirksfeuerwehrkurat Dr. Johann Mitterndorfer an der Einsatzstelle um bei der Koordination sowie der Notfallseelsorge unterstützend tätig zu werden.

Bezirks-Feuerwehrkommando Wels-Land
ORF Oberösterreich

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