Wien: Aufwändiger Einsatz nach Gasgeruch in Wohnung im 16. Bezirk
Wien (16. Bezirk): Einen aufwändigen Einsatz hatte ein Gasalarm am Abend (18.30 Uhr) des 21. März 2008 in der Thalhaimergasse zur Folge, zu dem die Kräfte der Berufsfeuerwehr Wien ausrücken mussten.
Bei unserem Eintreffen war im Stiegenhaus zwischen erstem und zweitem OG Gasgeruch wahrnehmbar jedoch konnte mittels Polydector kein messtechnischer Nachweis erbracht werden. In der Erkundungsphase konnte eine Absperreinrichtung der Wohnungszuleitung zu einer Wohnung lokalisiert werden, bei welcher die zwischenzeitlich eingetroffenen Wiengas eine Konzentration in der Wand von bis zu 30% der UEG gemessen wurde.
Auf Grund dieses Messergebnisses wurde das gesamte Wohnhaus evakuiert. Um den evakuierten Personen einen Witterungsschutz bieten zu können, wurden Teile des K-Zuges der Rettung angefordert. Im Zuge der weiteren Erkundung wurden weitere Wohnungen (die Evakuierte Wohnungsinhaberin war im Zuge des Einsatzes nicht mehr auffindbar) gewaltsam durch Abreißen des Einbauzylinders geöffnet und dem Gaswerk den Zutritt zu den Wohnungen ermöglicht. Anschließend wurden die beiden Wohnungen mittels feuerwehreigenen Einbauzylindern wieder prov. sperrbar gerichtet. Es wurden jeweils 3 Schlüssel der Sicherheitswache übergeben und 2
Materialausweise hinterlegt.
Durch die Gaswerke wurden laufend Messungen im Haus bzw. den Wohnungen durchgeführt, wobei Messwerte bis zu 350ppm festgestellt werden mussten. Um zur Hauptabsperreinrichtung straßenseitig zu gelangen, musste ein Kellerabteil gewaltsam geöffnet werden. Durch die Wiengas konnte nach großflächigem Aufstemmen der vermutlichen Schadensstelle der Grund der Gasdifundierung in die Wand (eine alte Wohnungszuleitung wurde nicht ordnungsgemäß verpropft und die davorliegende Absperreinrichtung war geöffnet) gefunden werden. Auf Grund dieser Tatsache wurde der strasßnseitig gelegene Steigstrang durch die Wiengas installateurmäßig rot gesperrt.
Da in weiterer Folge durch diese Sperrung das halbe Wohnhaus keine Gaszufuhr mehr besitzt, wurde ein Organ der MDKS angefordert, welches nach Beendigung des Feuerwehreinsatzes weitere Maßnahmen (eventuelles zur Verfügungstellen von elektrischen Koch- und Heizeinrichtungen) treffen wird. Nach Freigabe seitens Wiengas konnte das Wohnhaus durch die Bewohner wieder bezogen werden. Abschließend wurde der Einsatz an die Wiengas übergeben.
Einsatzende: 21.20 Uhr.
