Wien: 11 Brandstellen bei Feuer in einem Büro vorgefunden
Wien (9. Bezirk) Zu einem Zimmerbrand wurden die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Wien um 16.03 Uhr des 1. März 2008 in die Währinger Straße alarmiert. Von einer Wohnpartei war bei einer Türe zum Büro…
… im 2. Obergescho´Rauch festgestellt worden. Nach gewaltsamen Öffnen durch Auffräsen des SchloRzylinders wurde das Büro begangen, jedoch waren keine unmittelbaren Anzeichen eines Brandes feststellbar. Aufgrund von geringfügigem Rauchgeruch wurden weitere Untersuchungen am Dachboden und im 1. OG sowie in den Geschäftslokalen im EG und über die Drehleiter an den Fenster der Straßenfront durchgeführt.
Bei einer Bürozugangstüre im 1. OG wurde eine leichte Erwärmung beim Türstock festgestellt. Nach Aufsteigen über die Alukombileiter über ein Vordach wurde ein angelehntes Fenster festgestellt, das Büro dahinter war verraucht. Im Büro wurden insgesamt 11 Brandstellen vorgefunden, diese wurden mit 1. Rohr Tankwasser unter Atemschutz gelöscht, das über das gesamte 1. OG reichende Büro war stark verraucht und wurde mittels Hochleistungslüfter vom Vordach aus belüftet.
Nachlöscharbeiten erfolgten mittels Kübelspritze unter Atemschutz. In einem Büro musste zur Brandbekämpfung eines beginnenden Fußbodenbrandes der Fußboden im Ausmaß von ca. 0,25 m2 mittels Rettungskettensäge geöffnet werden. Aufgrund der Vielzahl an Brandstellen – meist im Bereich von Akten und Papieren auf Schreibtischen und bei Schränken – wurde die Tatortgruppe der Kripo angefordert und die eintreffenden Beamten informiert.
Weiters wurde bei der zweiten Zugangstüre zum Büro im 1. OG Einbruchsspuren festgestellt. Da beide Zugangstüren Sicherheitstüren mit Sicherheitsschlössern sind, wurde auf ein gewaltsames öffnen verzichtet. Der Zugang für die Kripo wurde durch Beistellung einer Alu-Kombileiter hergestellt.
Durch die Brände war auch die E-Installation im Büro betroffen, da keine der durchgebrannten Vorzählersicherungen als Ersatz vorhanden waren, konnte im Büro keine Beleuchtung hergestellt werden. Eine aufgefundene Visitenkarte wurde an die Sicherheitswache zur Verständigung des Eigentümers übergeben.
Die Türe im 2. OG wurde durch Einbau eines feuerwehreigenem Schloßzylinders sperrbar gerichtet, das Büro gelüftet, versperrt und Schlüssel an Sicherheitswache übergeben. Eine Nachuntersuchung durch das ULF wurde für 20.45 Uhr angesetzt.
