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Deutschland: Leselupe als Auslöser für schweren Wohnhausbrand!

Velbert (Deutschland): Am 15. Februar 2008 erlitt ein Mann bei einem Wohnhausbrand mit einem Schaden von rund 100.000 Euro eine schwere Rauchgasvergiftung. Nun liegt auch die etwas seltene Brandursache vor.

In den Folgetagen des von der Feuerwehr Velbert erfolgreich bekämpften Feuers, wurde der beschlagnahmte Brandort von Experten des Kommissariat 1 der zentralen Mettmanner Kriminalinspektion, in enger Zusammenarbeit mit einem amtlichen Brandsachverständigen untersucht. Dabei gelang es den Experten zunächst einmal nur, einige mögliche Brandursachen auszuschließen. Technische Ursachen bzw. Defekte konnten mangels entsprechender Begebenheiten am lokalisierten Ort der Brandentstehung genauso schnell ausgeschlossen werden, wie eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung, die nach erfolgter Befragung des wieder genesenden Hausbewohners ebenfalls nicht in Frage kommen. In diesen Befragungen ergab sich dann aber ein interessanter Aspekt, der schließlich zur Feststellung einer eher ungewöhnlichen Brandursache führte.

Als bekannt wurde, dass der 82-jährige Velberter zum Lesen und Betrachten verschiedener Dinge regelmäßig eine Lupe benutzt, die auch am Unglückstag tatsächlich im unmittelbaren Umfeld der Brandentstehung abgelegt war, rekonstruierten die Ermittler eine mögliche Selbstentzündung durch Sonneneinstrahlung. Tatsächlich kamen die Experten bei ihren intensiven Untersuchungen schließlich zu dem Ergebnis, dass die mittägliche Sonneneinstrahlung, gebündelt von der im Wohnzimmer abgelegten Lupe, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen Schwelbrand auslöste, der sich dann zunächst unbemerkt zu dem verheerenden Feuer entwickelte, welches schließlich zu schwerem Personen- und Sachschaden führte.

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