Vbg: Einsatzleiter lobt Seniorenheim-Betreuerinnen in Egg
Egg (Vbg): Zum Zeitpunkt des Brandausbruches im Seniorenheim Egg haben sich 23 Bewohner und zwei Betreuerinnen im Gebäude befunden. Die beiden Mitarbeiterinnen bekommen nun Lob von Einsatzleiter Michael Natter für ihr Verhalten während der Katastrophe.
Die beiden Betreuerinnen hätten punktgenaue Angaben gemacht und Heimskizzen und Fotos sowie Anwesenheitslisten bereit gehalten, sagt Natter gegenüber Radio Vorarlberg. Mit zwei Feuerlöschern hätten die Frauen versucht, ihr möglichstes zu tun.
Mehrere Bewohner aus Erdgeschoß befreit: Die beiden Betreuerinnen hätten noch mehrere Personen aus dem Erdgeschoß befreien können, bis ein Ersthelfer der Feuerwehr sie aufforderte, zur eigenen Sicherheit das Heim zu verlassen. Eine Betreuerin habe eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten, so Heimleiter Johnnes Kaserer. Die zweite Frau sei zudem schwanger.
Zuvor wurde mit Personal geübt: Die Übungen mit dem Personal hätten sich rentiert, so Natter. Ansonsten wäre die Katastrophe schlimmer ausgefallen. Geübt wurden die Schwierigkeiten, die sich bei der Rettung von betagten Menschen ergeben, etwa das Einsteigen in eine Drehleiter. Die Übung wurde gefilmt und danach mit dem Personal besprochen.
Bei den Übungen wurde das Personal angewiesen, die Bewohner aufzufordern, im Zimmer zu bleiben und auf Hilfe zu warten, jedenfalls jene Bewohner auf der Balkonseite. Dass die Bewohner im Ernstfall jedoch anders reagiert haben, sei verständlich, so Natter.
Besonders wertvoll war für Heimleiter Kaserer, dass das Kriseninterventionsteam und Pfarrer Ronald Waibel die geretteten Personen betreut und für Ruhe und Struktur gesorgt haben.
