Deutschland: Brand in Ludwigshafen: Hinweise auf marode Elektrik
Ludwigshafen (Deutschland): Nach dem verheerenden Feuer in einem Ludwigshafener Wohnhaus mit neun Toten vermuten die Ermittler einem „Spiegel“-Bericht zufolge den Brandherd im Keller des Gebäudes. Zudem sei die Elektrik in dem betroffenen Haus marode gewesen.
Diese Vermutung stütze sich auf die Aussage eines Bewohners, berichtete das Nachrichtenmagazin heute vorab aus seiner neuen Ausgabe. Der Mann sei von seinen Enkeltöchtern auf das Feuer aufmerksam gemacht worden und ins Erdgeschoß gelaufen. Dort seien die Kellertür und eine Wand zum Keller in Flammen gestanden.
Zweifel an Aussagen über mögliche Brandstiftung: Zweifel bestehen Presseberichten zufolge auch an den Aussagen der beiden Mädchen, die den Verdacht der Brandstiftung ausgelöst hatten. Sie hatten angegeben, im Hauseingang einen Mann gesehen zu haben, der mit Feuer hantiert habe. Ihrem Großvater hätten sie aber von einem Fremden im Flur nichts gesagt, berichtete der „Spiegel“.
Auch das Magazin „Focus“ berichtet von Zweifeln der Ermittler an den Aussagen der Mädchen. Die Kinder hätten nur vage Angaben gemacht und sich bei der Beschreibung des angeblich beobachteten Mannes widersprochen, berichtete das Magazin unter Berufung auf ein Vernehmungsprotokoll. Die Staatsanwaltschaft hatte bisher eine Bewertung der Aussagen abgelehnt.
„Unsachgemäß verlegt“: Laut „Spiegel“ berichteten eine Angehörige der Opfer und ein früherer Mieter unterdessen, dass die Elektrik des Hauses in einem maroden Zustand gewesen sei. Die elektrischen Leitungen seien zudem „unsachgemäß verlegt worden“, zitierte „Focus“ einen Brandfachmann.
Weiterführende Links:
9 Tote nach Brand in Ludwigshafen
Ermittlungen auf Hochtouren
