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Deutschland: Ungewöhnliche Tierrettung in Stuttgart -> Elefefant gerettet

Stuttgart (Deutschland): Europas ältester Elefant stürzte am 24. Jänner 2008 im Elefantenfreigehege der Wilhelma in einen Graben und lag dort hilflos auf der Seite. Er konnte in diesem Graben nicht mehr aufstehen, so dass die Wilhelma die Feuerwehr zu Hilfe rief.

Um den Elefanten aus dem Graben heben zu können, mussten zunächst Hebegurte unter dem Tier hindurch gezogen werden. Die Aktion gestaltete sich schwierig, da man den Elefant an der Seite nur leicht anheben konnte. Durch einen vorsichtig gegrabenen Tunnel konnte die Feuerwehr die Gurte dann unter dem Tier durchziehen und am Feuerwehrkran anhängen. Das Anheben des Elefanten wurde mit der Tierärztin und dem Tierpfleger abgestimmt.

Eingesetzte Kräfte: Einsatzleitwagen, HLF-A und Feuerwehrkran der Feuerwache 3, Abrollbehälter Anschlagmittel und Rüstmaterial der Feuerwache 5, Flughafenfeuerwehr mit Abrollbehälter Sonderhebezeug

(Pressemitteilung der Wilhelma)
Happy End bei Drama im Elefantenhaus

Es gibt Dinge, die möchte man als Zoologe eigentlich nicht hören. Etwa mitten in der Mittagspause die Meldung eines Wilhelma-Besuchers, ein Elefant sei in den Graben der Anlage gefallen. So etwas zählt zu den Super-Gaus im Zoo und führte augenblicklich zu hektischer Betriebsamkeit: Die vertrauten Pfleger, viele kräftige Helfer nebst Inspektor, Zoologin und Direktor machten sich sofort auf, um alle Hebel zur ersten Hilfe in Bewegung zu setzen. Der Unglücksrabe war noch dazu „Vilja“, eines der dienstältesten Wilhelma-Tiere und mit über 58 Jahren ältester Zoo-Elefant in Europa. Es war sofort klar: Allein kriegt sie das nicht hin, und nur mit menschlicher Muskelkraft geht’s auch nicht – die Feuerwehr musste her. Höchste Eile war geboten, denn die alte Dame stand unter Schock, und ein Elefant kann nicht stundenlang auf der Seite liegen: Durch das eigene Gewicht werden sonst lebenswichtige Organe so gequetscht, dass der Kreislauf zusammenbricht. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr wurden schon mal Strohballen beschafft und als Stütze um das Tier geschichtet. Ein kreislaufstärkendes Mittel sorgte bei „Vilja“ für ein kleine aber entscheidende Aufmunterung der Lebensgeister – zwar musste die Grande Dame bei der ganzen Aktion auf ihren Leibarzt verzichten, der sich auf einer Tagung befand. Aber immerhin stand er seiner Assistentin per Telefonhotline mit Rat und Tat zur Seite. Fast 2 Stunden lang schufteten alle Beteiligten, um Tragegurte unter „Vilja“ durchzuziehen und sie dann mit feinfühliger Kranführung der Feuerwehr wieder auf die zittrigen Beine zu stellen. Äpfel kauend und schwankend folgte sie ihrem Pfleger dann aus dem Graben heraus zurück ins Elefantenhaus. Ob ihr wohl klar war, dass sie dem Tod gerade noch von der Schippe gesprungen war? Ihren Kolleginnen „Pama“, Zella“ und „Molly“ jedenfalls wird „Vilja“ heute Nacht wohl einiges erzählen – schließlich hatten die drei die alte Dame im Streit in den Graben geschubst. Und damit die elefantöse Diskussion in der Nacht nicht ausartet, wird ein Pfleger als Diskussionsleiter über Nacht dableiben.

Feuerwehr Stuttgart

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