Wien: Bahnhofsevakuierung nach Brand einer Baumaschine im 3. Bezirk
Wien: Feueralarm für die Wiener Berufsfeuerwehr am 21. Jänner 2008 um 17.54 Uhr in der Landstraßer Hauptstraße im 3. Bezirk. Aufgrund eines Brandes einer Baumaschine war es…
… in der Verbindung der Bahnsteige auch zu einer Kornplettverrauchung des Gebäudeteiles Bahnhof Wien Mitte (Bahnsteige 1-4) gekommen. In Zusammenarbeit mit den Wiener Linien und der Sicherheitswache wurde der gesamte Bahnhofbereich evakuiert und für den Personenverkehr gesperrt. Nach Rücksprache mit den Wiener Linien sowie der ÖBB wurden die Züge ohne Zwischenhalt weitergeführt. Von den zugehörigen Geschäften wurden jene Türen versperrt, welche eine Verbindung zu dem Stationsbereich hatte, diese Geschäfte konnten nur von aussen betreten werden.
Sämtliche Geschäfte und Büros sowie „Fliegende Händler“ (Blumenhändler, Zeitschriftenverkäufer), welche ausschließlich nur im Innenbereich gelegen waren, wurden komplett gesperrt und deren Personen ins Freie geleitet. Anschließend wurde durch Öffnen sämtlicher Türen und Instellungbringen der Ringlüfter sowie der Tunnelbelüftung der komplette Bahnhofsbereich belüfet. Nachdem keine Rauchbelästigung mehr ersichtlich war, wurde nach Absprache der Bahnhofsbereich wieder frei gegeben. Einsatzende: 19.04 Uhr.
Ursprünglicher Einsatz -> Brand der Baumschine:
Brandalarm um 17.49 Uhr des 21. Jänner 2008 in der Invalidenstraße. Bei Eintreffen der Feuerwehr im Einkaufszentrum standen drei Gruppen der Brandmeldeanlage auf Alarm. Bei der Ersterkundung im Auslösebereich wurde eine nicht unerhebliche Rauchentwicklung festgestellt, worauf die ausgerückten Kräfte auf Löschbereitschaft erhöht wurden.
Die Erkundung durch das 1. Rustlöschfahrzeug Landstraße ergab, dass eine Baumaschine, welche im Bahnsteigbereich der ÖBB-5tation Wien Mitte stand, der Auslöser für die Verrauchung war. Offensichtlich war ein Hydraulikölschlauch undicht geworden. Das Öl verdampfte an einem heißen Teil unter massiver Rauchentwicklung. Die Baumaschine wurde in Zusammenarbeit mit Arbeitern der Baufirma stromlos gemacht, worauf die Rauchentwicklung beendet war. Der Bahnhof Wien Mitte steht in Verbindung mit Stationen der U-Bahn, mit dem Einkaufszentrum, dem Bahnhofsgebäude Wien Mitte sowie einem Bürogebäude in der Beatrixgasse.
Der Bahnsteig der ÖBB war bei Eintreffen der Feuerwehr sichtdicht erraucht. In das Einkaufszentrum war ebenfalls viel Rauch eingetreten. Daher wurde über den anwesenden Wachdienst die Räumung des gesamten Gebäudes inklusive des Kinocenters veranlasst. Zu dieser Zeit lief eine weitere Anzeige in der Nachrichtenzentrale ein, dass im Stationsbereich Wien-Mitte ein Brand ausgebrochen sein soll (Hinweis: Es handelte sich um den verschlagenen Rauch aus dem Bahnsteigsbereich). Von der Nachrichtenzentrale wurde daraufhin eine Löschbereitschaft zu dieser Adresse alarmiert.
Sowohl von den Linien der U-Bahn wie auch S-Bahn blieben trotz teilweiser dichter Verrauchung einige Zuge stehen, die Passagiere verliesen notgedrungender Weise den Bahnsteigbereich durch das verrauchte Einkaufszentrum bzw. den Stationsbereich. Dadurch kam es immer wieder zum Öffnen der Türen zwischen Einkaufszentrum und Bahnsteig. Aufgrund der weiten Verzweigung der gesamten Anlage sowie nur einer sehr geringen Personalstärke der Polizei war der Personenverkehr anfänglich nicht in den Griff zu bekommen.
Nachdem alle Zugslinien eingestellt waren und alle Brandschutzmaßnahmen aktiviert waren (Öffnen der Brandrauchentlüftungen im Einkaufszentrum) konnte nach einiger Zeit die Verrauchung beseitigt werden. Nach einer abschließenden Begehung des Einkaufszentrums und des Bahnsteiges wurde das Einkaufszentrum gegen 19.00 Uhr wieder frei gegeben. Die gesetzten Brandschutzmaßnahrnen wurden durch den Wachdienst bzw. den an die Einsatzstelle gekommenen Brandschutzbeauftragten des Einkaufszentrums wieder zurückgenommen.
Über die gesamte Dauer des Einsatzes waren Kräfte des Rettungsdienstes in Bereitschaft, mussten aber nicht aktiv werden. Mit den Einsatzleitern von ÖBB und WVB wurde eine kurze Abschlussbesprechung abgehalten.
