Sbg: Rekordjahr 2007 für die FF Kuchl
Kuchl (Sbg): Der Arbeitsaufwand bei der Kuchler Feuerwehr war noch nie so hoch, wie im vergangenen Jahr 2007.
Bei der kürzlich abgehaltenen Mitgliederversammlung konnte Ortsfeuerwehrkommandant HBI Rupert Unterwurzacher unter den zahlreichen Besuchern als Ehrengäste auch Landesfeuerwehrkommandant LBD Anton Brandauer, Bürgermeister Andreas Wimmer, Vizebürgermeister LAbg. Mag. Roland Meisl, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Anton Schinnerl und Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Josef Wintersteller begrüßen und gleichzeitig auch die beeindruckenden Zahlen für das Einsatzjahr 2007 präsentieren:

Bei insgesamt 140 Einsätzen konnten in Not geratenen Mitmenschen rasch und effizient geholfen werden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl von Bränden leider wieder an, 22-mal wurden dazu die Kuchler Florianijünger mit Sirene und Rufempfänger alarmiert.
Aber auch auf den Straßen von Kuchl war wieder Einiges los: zum Beispiel wurden mit dem Rettungsgerät zwei junge Kuchler nach einem Totalcrash auf der Tauernautobahn aus ihrem Fahrzeug gerettet und insgesamt nach 18 Verkehrsunfällen und Ölspuren Erste Hilfe geleistet. So wie in vielen anderen Orten auch, bescherte der Orkan Kyrill ebenfalls in Kuchl der Feuerwehr einige Einsätze, wie abgetragene Dächer und umgestürzte Bäume. Daneben hatte die Kuchler Feuerwehr noch Suchaktionen, Auspumparbeiten, Gerätebeistellungen und einige Kleineinsätze zu bewältigen.

Ebenso wurden in der Ausbildung neue Maßstäbe für Kuchl gesetzt: Die Großübung „Waldbrand 2007“ am Roßfeld beschäftigte über 240 Kräfte aus bayrischen und Salzburger Feuerwehren, Bergwacht, Bergrettung, Bundesheer, Rotes Kreuz, Polizei und Behörden und war ein voller Erfolg. Dazu kamen noch 106 Übungen und 39 Lehrgänge, um die Mannschaft für Einsätze und Leistungsbewerbe vor zu bereiten.
Diese Arbeiten werden von den 131 aktiven Mitgliedern in ihrer Freizeit und unentgeltlich geleistet.
Ebenso freiwillig leisteten die Damen und Herren der Hauptwache Kuchl ihren Beitrag zum derzeit stattfindenden Feuerwehrhausumbau in Form von zahlreichen Arbeitsstunden. Es wurde aber auch mit einem sehr beachtenswerten finanziellen Beitrag das Budget der Marktgemeinde Kuchl entlastet. In diesem Zusammenhang bedankt sich die Freiwillige Feuerwehr Kuchl ganz herzlich bei der Bevölkerung und den Firmen für die großartige Unterstützung.
Ein ebenso großer Dank gilt dem Bürgermeister Andreas Wimmer und den Damen und Herren der Gemeindevertretung für die positive Wahrnehmung ihrer verantwortungsvollen Aufgabe und den Funktionären des Salzburger Landesfeuerwehrverbandes.
Rückblickend wird sich die Statistik 2007 in den Kuchler Feuerwehrgeschichtsbüchern als das Rekordjahr mit den bisher am Meisten Gesamtstunden eintragen: Für Organisation, Einsätze, Ausbildung und Schulungen wurde von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Kuchl 18.405 Gesamtstunden – soviel wie noch nie – für die Kuchler Bevölkerung aufgewendet.
Vergleicht man die Feuerwehr mit einem wirtschaftlichen Unternehmen, so müssten fast 9 Personen bei einer 40-Stundenwoche, 52 Wochen im Jahr ohne Urlaub und Krankenstand tätig sein. Eine sehr beachtliche Leistung der insgesamt 204 Kuchler Feuerwehrmitglieder.
