Brand

Deutschland: Großbrand im Dachstuhl in Rendsburg – 22 Menschen evakuiert

Rendsburg (Deutschland): Ein Großbrand hielt am Montagnachmittag, dem 7.1.2008, die Freiwilligen Feuerwehren der Städte Rendsburg und Büdelsdorf in Atem. Der Brand brach…

… gegen 12:30 Uhr im Dachboden eines Mehrfamilienhauses in der Alten Kieler Landstrasse aus und griff schnell um sich.

Die Mieter der 21 Wohnungen des Gebäudekomplexes warnten sich selbst und konnten unverletzt das Haus verlassen. Insgesamt 22 Menschen hielten sich zum Brandausbruch in den drei Gebäudeteilen mit je sieben Wohneinheiten auf. Sie wurden im Gerätehaus des unmittelbar benachbarten „Löschzug Gefahrgut“ des Kreises Rendsburg-Eckernförde untergebracht und von der DRK-Bereitschaft Rendsburg betreut. Die Freiwillige Feuerwehr Rendsburg wurde von den Freiwilligen aus Büdelsdorf unterstützt – letztlich auch, weil die gesamten Löscharbeiten nur unter schwerem Atemschutz möglich waren. Zeitweise drangen bis zu sechs Trupps in den brennenden Dachbodenbereich vor. Außerdem wurde ein Löschangriff von außen über eine Drehleiter und über den neuen Teleskopmast der Rendsburger Wehr vorgetragen. Letzterer absolvierte hierbei seinen ersten Großeinsatz und überzeugte durch seine gute Manövrierfähigkeit. Diese ermöglichte es im späteren Verlauf des Einsatzes, die restlichen Dachpfannen gefahrlos vom Brandobjekt zu entfernen, um die Einsatzkräfte nicht durch herabstürzende Trümmer zu gefährden und den Rauchabzug zu begünstigen. Die 61 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen wurden unterstützt von Mitgliedern des Löschzuges Gefahrgut und von den Besatzungen dreier Rettungswagen und eines Notarztfahrzeuges. Auch der „organisatorische Leiter Rettungsdienst“ (OrgL) war vor Ort. Nach einer Stunde war der Brand unter Kontrolle.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch den ganzen Nachmittag hin, da zunächst die ausgebrannten Kammern des Dachbodens auf der Suche nach Brandnestern mühsam per hand leer geräumt werden mussten. Die Mieter der sieben Wohnungen in dem betroffenen Gebäudeteil können ihre Wohnungen vorerst nicht wieder beziehen. U.a. sind drei Wohnungen durch Löschwasser und Ruß geschädigt. Die Brandursache ist derzeit unbekannt. Die Kripo ermittelt. Der Sachschaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt.

Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde

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