Brand

Wien: Personenrettungen bei Zimmerbrand mit Alarmstufe II im 4. Bezirk

Wien: Alarmstufe II musste die Berufsfeuerwehr Wien bei einem Zimmerbrand am frühen Morgen des 5. Jänner 2008 in der Schleifmühlgasse im 4. Wiener Gemeindebezirk auslösen.

Aus bisher ungeklärter Ursache war es in einer Wohnung zu einem Brand gekommen. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand diese bereits in Vollbrand. Das Stiegenhaus war ab dem
1. Stock völlig verraucht und unpassierbar. Fünf Personen aus der Brandwohnung befanden sich im Erdgeschoß im Stiegenhaus und wurden unverzüglich an den Rettungsdienst übergeben (die Wohnungsinhaberin wurde mit Brandverletzungen ins Krankenhaus abtransportiert). Auf Grund der starken Verrauchung im Stiegenhaus wurde unmittelbar nach Ankunft am Einsatzort Alarmstufe 2 ausgelöst. Vom RLF/M wurde ein Rohr unter Atemschutz im Innenangriff vorgenommen, ein zweites Rohr im Außenangriff über den Innenhof vom ULF/M, wodurch der Brand rasch gelöscht werden konnte.

Gleichzeitig wurde vom ULF/M und vom 2.RLF/M unter Atemschutz begonnen, das
Stiegenhaus zu kontrollieren. In einem weiteren Schritt wurden dann sämtliche Wohnungen des Objektes vom Dachgeschoß her beginnend kontrolliert und die Bewohner mittels Fluchtfiltermasken ins Freie gebracht und an den K-Zug der Rettung übergeben. Das Stiegenhaus wurde nach Öffnen der höchstgelegenen Fenster mittels Hochleistungslüfter der DL/M + DL/F belüftet. Nach Eintreffen der 2.Bereitschaft Favoriten unterstützten die drei Löschgruppen Favoriten die Kontrolle und Evakuierung der Wohnungen unter Atemschutz. Dabei mussten mehrere Wohnungstüren teilweise gewaltsam mit Hilfe eines Trennschleifers geöffnet werden.

Das Brandgut wurde durch das RLF/N im erforderlichen Ausmaß ausgeräumt und im Innenhof abgelegt. Der anwesende Wohnungsinhaber wurde darauf aufmerksam gemacht, dass eine Benützung der Wohnung derzeit nicht möglich ist. Das unter der Brandwohnung situierte Lokal (Pub) wurde begangen und ein mäßiger Wassereintritt festgestellt. Die Sicherungen für den betroffenen Bereich wurden abgehoben und der anwesende Besitzer an eine Fachfirma verwiesen. Die über der Brandwohnung gelegene Wohnung wurde kontrolliert und keine unmittelbare Gefährdung festgestellt. Eine CO-Messung durch das IRF/M ergab 10 ppm CO (ein Drittel des MAK-Wertes). Die Bewohner wurde angewiesen, die Räumlichkeiten ausreichend zu lüften.
Ende des Einsatzes: 07.10 Uhr.

Berufsfeuerwehr Wien

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