Oö: Kaminbrand in Einfamilienwohnaus entwickelte starke Hitze
Edt/Klaus (Oö): Am Dienstag, 11. Dezember 2007, wurde die Freiwillige Feuerwehr Edt/Klaus um 13.45 Uhr durch die Bezirkswarnstelle Wels zu einem Kaminbrand in die Ortschaft Hagenberg, Gemeinde Edt bei Lambach, alarmiert. Noch während des Anfahrtsweges…

… wurde der zuständige Rauchfangkehrmeister auf telefonischem Weg angefordert, da der Funkenflug aus dem Kamin schon weithin sichtbar war.
Nach dem Eintreffen am Einsatzort und nach durchgeführter Lageerkundung durch den Einsatzleiter HBI Ernst Schwarzlmüller stellte sich heraus, dass die im versotteten und nicht ordnungsgemäß gereinigten Kamin abgelagerten Stoffe durch die intensive Beheizung Feuer gefangen hatten. Die enorme Hitzeentwicklung im Kamin führte dazu, dass das im Dachboden gelegene Reinigungstürchen sehr stark erhitzt wurde. Dies hatte zur Folge, dass es zu einem Rauchaustritt kam und der komplette Dachbodenbereich dadurch stark verraucht wurde.
Weil unter diesen Bedingungen ein weiteres Einschreiten durch den Rauchfangkehrmeister unmöglich gewesen wäre, sorgte ein Atemschutztrupp für den Rauchabzug und für eine ordentliche Belüftung, während die anderen Kameraden den Abbrand kontrollierten und den Brandschutz aufbauten.
Der zugezogene Rauchfangkehrmeister kehrte den Kamin um anklebende Glutnester vom Innenrand des Kamins zu lösen. Der Kamin war zu diesem Zeitpunkt noch immer unter solcher Hitze, dass selbst die Drähte des Kehrbesens und der anderen eingesetzten Materialen binnen Sekunden schmolzen und die übrig gebliebenen Teile des Kehrbesens als glühende Drähte aus dem Kamin herausgezogen werden mussten. Selbst das Kehrtürchen war einer so enormen Hitze ausgesetzt, dass es selbst mit den Spezialhandschuhen der Atemschutzträger kaum anzugreifen war.

Die Freiwillige Feuerwehr Edt/Klaus, Gemeinde Edt bei Lambach, Bezirks Wels-Land stand mit insgesamt 10 Mann, einem Tanklöschfahrzeug (TLF) und einem Löschfahrzeug (LFB A-1) drei Stunden im Einsatz. Nach Abschluss der Arbeiten konnten die Einsatzkräfte um 16.45 Uhr wieder in das Feuerwehrhaus einrücken.
An der Einsatzstelle waren weiters zwei Polizeibeamte der Polizeiinspektion Gunskirchen sowie der Rauchfangkehrmeister.
