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Ktn: Gratis-Fitnesstraining für Feuerwehrleute -> Pilotprojekt in Spittal

Spittal (Ktn): Eine Untersuchung im Jahr 2006 in der Gemeinde Spittal/Drau hat gezeigt, dass viele Feuerwehrleute konditionell zu schwach sind. Seit einem Jahr gibt es jetzt einmal wöchentlich ein einzigartiges Fitnessangebot für die Feuerwehrleute.

Atemschutzträger müssen fit sein: Die Untersuchung der Atemschutzträger bei den freiwilligen Feuerwehren ist strenger geworden. Von 86 Atemschutzträgern seien beim Test im vergangenen Jahr zwölf Teilnehmer beim Test auf dem Ergometer oder bei der Untersuchung der Lungenfunktion durchgefallen.
Der Feuerwehrkommandant von Spittal, Franz Brunner, betonte, dass diese Tests sehr restriktiv durchgeführt würden. „Wenn jemand diese Tauglichkeitsuntersuchung nicht besteht, dann kann er als Atemschutzträger nicht eingesetzt werden.“

Bei neuerlichen Test 50 Prozent durchgefallen: Nach diesem alarmierenden Ergebnis hat der Spittaler Feuerwehrarzt Johann Zeichen weitere Feuerwehrleute im Bezirk untersucht. Oft seien es die jungen Feuerwehrleute, bei denen schwere Konditionsschwächen festgestellt werden. „Wir haben festgestellt, dass vor allem die 25- bis 30-jährigen erschreckende Werte zutage gebracht haben. Rund die Hälfte hat den Soll-Wert der medizinischen Belastungen nicht geschafft“

Stadt Spittal bezahlt den Fitnesstrainer: Um der Misere abzuhelfen, hat der zuständige Stadtrat das nötige Geld organisiert, damit ein professioneller Trainer bezahlt werden kann. Jeden Donnerstag ist jetzt für die 15 bis 20 Feuerwehrleute, die bei der in Kärnten einzigartigen Fitnessaktion mitmachen, Training angesagt.
Bei jenen Leuten, die regelmäßig den Kurs besuchen, sehe man bereits einen „tollen Erfolg“, sagte der Trainer. Die Teilnehmer selbst sind mit dem Ergebnis ebenfalls zufrieden. „Man hat eine wesentlich bessere Widerstandskraft und kann sich viel besser konzentrieren. Man kann sowohl den Alltag, als auch die Feuerwehreinsätze deutlich besser bewältigen“, so Siegbert Pucher – ein Teilnehmer der ersten Stunde
Alle Atemschutzträger, die im vergangenen Jahr gesperrt wurden und beim Gratis-Fitnesstraining in Spittal mitgemacht haben, sind übrigens wieder mit im Team – ihre Herzkreislauf- und Lungenleistung sind deutlich besser geworden.

ORF Kärnten

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