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Deutschland: Mädchen mit Pferd gestürzt – Feuerwehrwagen verunfallt. Fw-Mann tot

Waldkirch – Kollnau (Deutschland): Am frühen Sonntagabend, 18. November 2007, wurde die Polizei darüber informiert, dass ein 13-jähriges Mädchen beim Reiten im Bereich des Kollnauer Blasiwaldes mit ihrem Pferd schwer gestürzt sei.

Das Mädchen hatte selbst per Handy die Hilfe angefordert. Aufgrund der schlechten Verbindung zu ihrem Mobiltelefon konnte der Standort des Mädchens nicht genau lokalisiert werden. Da das Mädchen in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit gefunden werden sollte, wurden Kräfte der Feuerwehr zur Suche hinzugezogen. Die Temperatur lag bereits um den Gefrierpunkt.

Im Zuge der Suche nach dem Kind kam ein Einsatzfahrzeug beim bergab fahren nach rechts auf das unbefestigte Bankett. Im weichen Boden sank der zwölf Tonnen schwere Einsatzwagen sofort ein und kippte seitlich über die Leitplanke, die er aus ihrer Verankerung riss und regelrecht platt walzte. Der Wagen überschlug sich mehrfach und rollte einen Abhang hinunter. Etwa nach 50 Metern blieb er auf der rechten Fahrzeugseite liegen.

Im Löschwagen befanden sich sieben Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Kollnau. Ein Kamerad verletzte sich schwer, jedoch nicht lebensgefährlich. Ein weiterer zog sich mittelschwere Verletzungen zu und fünf wurden leichter verletzt. Dies ist vermutlich mehreren günstigen Faktoren zu verdanken: Beim Eintreffen des Roten Kreuzes wurde bereits von den weniger schwer verletzten Kameraden professionell Erste Hilfe geleistet und dem medizinischen Rettungspersonal wurde ein präziser Einsatzüberblick gegeben. Ferner verhinderte auch die Schutzausstattung der Mitfahrer im Unglücksfahrzeug (u. a. Feuerwehrhelm) überwiegend schlimmere Verletzungen.

Das Gelände ist in diesem Bereich sehr schwierig, weshalb die Bergungsarbeiten zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht abgeschlossen waren. Am Einsatzwagen entstand Totalschaden. Die Zusammenarbeit der Rettungskräfte an der Einsatzstelle verlief gewohnt reibungslos.

Die junge Reiterin konnte bald nach ihrem Anruf von der Bergwacht geborgen werden. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo lediglich leichtere Verletzungen festgestellt wurden. Das Pferd des Mädchens erlag seinen Verletzungen.

Verletzter Feuerwehrmann verstorben / 30.11.2007 (Update)
In einem Schreiben vom Innenministerium Baden-Württemberg vom 30. November 2007 wurde mitgeteilt, dass der am 18. November schwer verletzte Feuerwehrkamerad in den Morgenstunden des 30. November seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Als äußeres Zeichen der Anteilnahme wird in Abstimmung mit dem Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg gebeten, an den Feuerwehrfahrzeugen im Land Baden-Württemberg Trauerflor bis Sonntag, den 9. Dezember 2007 anzubringen.

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